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| 19:31 Uhr

Lesermeinung zu INF-Vertrag
Stabiler Frieden ist möglich

Mitwirkung jedes Einzelnen ist gefragt

Der Bericht über die sechs Monate Frist zur erneuten Einhaltung des INF-Abrüstungsvertrages sollte für alle Leser der LR eine Herausforderung sein. (...) Die Möglichkeit eines weltweiten Durchbruchs zu einem stabilen Frieden, wie sie in der Lausitzer Rundschau schon am 14. Januar 1992 auf Seite 24 zur Diskussion gestellt wurde, von jedem Menschen verwirklicht werden. Inzwischen engagieren sich immer mehr Cottbuser in Bürgerdialogen, in Sprechcafés zur Integration von Flüchtlingen, in der Friedensbewegung und in vielen weiteren sozialen Projekten für eine immer bessere Verständigung miteinander.

Zwar sind bis jetzt alle diese Fortschritte in einer Art Symmetrie systematisch mit ungefähr gleich großen Rückschritten verbunden. Aber auch diesen Zwiespalt zwischen zunehmend konstruktiven und zunehmend destruktiven Tendenzen in der Selbstorganisation der menschlichen Welt kann jeder einzelne Mensch leicht verstehen.

Zu beeinflussen ist auch der unvermeidliche Bruch einer solchen Symmetrie, bei dem irgendwann zwangsläufig eine Entscheidung fällt, entweder zum Sieg der konstruktiven Fähigkeiten oder zum Durchbruch der destruktiven Tendenzen. Die Kraft von relativ wenigen, zielbewusst kooperierenden Einzelpersonen würde ausreichen, um in der zunehmend instabilen Entwicklung ein Kippen in die konstruktive Richtung auszulösen. Gerade auch aus Cottbus, als einer Universitätsstadt in einer Region im Strukturwandel, könnte der Anstoß zum Durchbruch in die ökologisch verträgliche und für alle Menschen befriedigende Entwicklung kommen.