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| 19:35 Uhr

Lesermeinung zu Energie Cottbus
Niemandem ist damit geholfen

Heiko Dubberke aus Cottbus meint: Mit den Vorgängen auf der Mitgliederversammlung des FC Energie Cottbus sei weder dem Verein noch den Medien LR und RBB geholfen. Für die RUNDSCHAU hat er Hinweise parat.

Es wäre besser gewesen, wenn die LR-Crew die Veranstaltung nicht verlassen hätte. Ihre Anwesenheit wurde durch die Mehrheit der Teilnehmer immerhin ausdrücklich gewünscht. Die Ablehnung gegenüber dem RBB-Team war dagegen sehr eindeutig, wie man von Besuchern hört.

Das spricht dafür, dass die FCE-Mitglieder durchaus in der Lage sind, zu differenzieren und ihr Verhalten nichts mit allgemeiner Ablehnung der Medien zu tun hat, wie gern unterstellt wird.

Die LR hätte – bei Anwesenheit – eine hervorragende Gelegenheit bekommen, die Stimmungslage der Cottbuser gegenüber dem RBB genauer zu ergründen.

Stattdessen lanciert der LR-Chefredakteur, gewissermaßen „aus der Hüfte“, wutentbrannte Kommentare auf lr-online und offensichtlich auch auf Facebook, für die er sich später entschuldigen muss.

Man muss wohl davon ausgehen, dass sich die Menschen der Region insbesondere vom Landessender RBB seit längerem nicht richtig dargestellt sehen. Das betrifft nicht nur den FC Energie und sein Umfeld, sondern eben auch andere Lebensbereiche, die in der Berichterstattung oft nur holzschnittartig reflektiert werden.

Dazu kommt der Duktus intellektueller Überlegenheit, wenn man den Menschen in unserer Region zum x. Male die „Lage erklären will“ weil die sie – so wird subtil suggeriert – 30 Jahre nach der Wende immer noch nicht richtig verstanden haben…!

Das in Verbindung mit einem tiefsitzenden Misstrauen gegenüber dem als glanzvoll dekadent empfundenen Regierungssitz Potsdam führt zu Ereignissen, wie denen im Stadion der Freundschaft.  (...) Leider ist mit den Vorgängen auf der Versammlung weder der Region noch dem FCE geholfen – RBB und LR schon gar nicht.

Heiko Dubberke, Cottbus