ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:04 Uhr

Lesermeinung zu Elbvertiefung:
Von der Straße lieber aufs Wasser

Elbvertiefung unterstützt verträglichere Schiffbarkeit.

Zum LR-Beitrag „Dialog im Boot“ vom 29. Juli: Der Beitrag scheint mir aber recht einseitig die Meinung einzelner Öko-Aktivisten wiederzugeben: Selbstverständlich ist heutzutage jeder, der ein Flussbett begradigt und kanalisiert, ein Öko-Sünder. Das sollte man nach heutigem Wissen nicht mehr tun.

Wer aber eine seit über 150 Jahren bestehende Wasserstraße verkommen lässt, (es werden ja keine Flusslaufkorrekturen vorgenommen, sondern der Fluss sich lediglich selbst überlassen), hat aber ganz sicher auch die Gesamtökologie nicht im Blick.

Auf dieser bereits vorhandenen und dann aber gepflegten Wasserstraße ließen sich viele Güter von der Straße auf den Wasserweg verlagern und somit Straßenverkehrsaufkommen und CO2-Ausstoß minimieren.

Das berechtigte Argument, dass immer weniger Güter zurzeit auf dem Wasserwege transportiert werden und die Schifffahrt fast zum Erliegen gekommen ist, ist zwar korrekt, liegt aber an der schlechten Schiffbarkeit der Elbe. Wenn man endlich mal eine Entscheidung treffen und diese dann konsequent durchsetzen würde, müsste man entweder alle Häfen schließen und den Flusslauf wieder in seine ursprüngliche Form bringen oder aber die Wasserstraße Elbe wieder nutzbar machen.

Angesichts der bereits getätigten und nur bedingt rückgängig machbaren Maßnahmen und der Möglichkeit, endlich einen echten Beitrag zur Verkehrswende leisten zu können, sollte meiner Ansicht nach der zweite Weg beschritten werden,  zum Wohle der Gesamtökologie unseres Landes.

Ich bin zwar kein Wasserwirtschaftsexperte, aber ich wohne seit über 50 Jahren an der Elbe.

Hans-Jürgen Beger, Mühlberg/Elbe