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| 19:11 Uhr

Lesermeinung
Für einen offenen Meinungsaustausch

Zum Kommentar „Keine Einheit mit rechten Wirrköpfen“ Von Volker Noack

Ihr Kommentar hat bei mir ob seiner Einseitigkeit Kopfschütteln hervorgerufen. Ich war gestern bei keiner Demo, habe aber die Nachrichten verfolgt. In München haben Menschen, angetrieben von Grünen- und SPD-Politikern, den Tag der Einheit für Demonstrationen genutzt. Beteiligt waren Personen linksradikaler Gruppierungen. Das scheint auch nach den Ereignissen in Hamburg kein Problem zu sein. Ist es auch für mich nicht. In einer Demokratie hat jeder das Recht, Demonstrationen zu organisieren. Keiner kann dabei verhindern, dass links- oder rechtsradikale Idioten mitlaufen.

Ich habe mir dann den Artikel zu den Demonstrationen in Cottbus angeschaut. Meiner Meinung nach ist es mit dem Grundgesetz vereinbar, die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin abzulehnen – bei allem Verständnis für jeden Menschen, der sich auch aus wirtschaftlichen Gründen auf den Weg nach Deutschland macht. Ich verstehe auch nicht, was so schlimm daran ist, wenn man seine Identität von seiner Abstammung ableitet. Für mich ist meine sorbische Abstammung ein Teil meiner Identität. Jemand hat die Festnahme einer rechten Terrorgruppe in Chemnitz als Lügenmärchen bezeichnet. Diese Meinung teile ich nicht. Campino hatte nach seinem Konzert in Chemnitz den Verfassungsschutz kritisiert, einen mit ihm aufgetretenen Künstler zu überwachen. Das war für Ihre Zeitung kein Problem. Die FAZ hat die Texte dieses Künstlers veröffentlicht, sie sind – nach meinem Geschmack – ekelhaft.

Ich würde mir wünschen, dass die LR zu einem offenen Meinungsaustausch und damit zu einer lebendigen Demokratie beiträgt. Mit dem in Kommentaren Ihrer Zeitung immer wieder feststellbaren Versuch, alle Meinungen rechts von der CDU in die rechtsradikale Ecke zu stellen, tun Sie das nicht. Das finde ich schade.