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| 17:12 Uhr

Lesermeinung
Städter und „Dödel“ auf dem Land

Zum Diesel-Gipfel Von Reinhard Schulze

Ich kann nicht erkennen, was denn verbindlich umgesetzt werden muss und wer die Kosten dafür trägt. Die Verwirrungen sind noch größer geworden. Eines steht aber wohl fest, die Autobauer reiben sich schon die Hände ob der schwammigen Absichtserklärungen. Hardware Nachrüstungen lehnen sie nach wie vor ab und geben also auch kein Geld dafür.

 Eines aber hat die Regierung auf den Weg gebracht: die Spaltung der Bürger in Bewohner der großen Städte und den „Dödeln“, die auf den Land wohnen. Nichts ist mehr mit Artikel 3 des Grundgesetzes „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Auf dem Land wird auch an viel befahrenen Straßen der Schadstoffausstoß erst gar nicht gemessen.

 Die Autoindustrie hat es sogar geschafft, dass jetzt auch gebrauchte Fahrzeuge in das Programm einbezogen werden können. Warum? Neue haben die Hersteller ja nicht wegen der neuen Prüfnorm, aber jede Menge Autos mit alter Norm – Tageszulassungen – und vielleicht auch nicht so sauberen Motoren. Danke „liebe Bundesregierung“ für so viel Zuwendung für die „arme“ Autoindustrie.