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| 19:29 Uhr

Lesermeinung
Wie die Verfassung ignoriert wird

Zu Investitionen in der Lausitz Von Reinhard Schulze

Wer solche Volkswirte und Institutsleiter wie Herrn Gropp hat, braucht keine weiteren Feinde, um ausgegrenzt und benachteiligt zu werden, ja seine Daseinsberechtigung zu gefährden. Menschenverachtender kann man wohl nicht denken. Wer von 1994 bis 2007 in Funktionen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank tätig war und den Bankencrash 2008 sehenden Auges zugelassen hat, ist in meinen Augen unfähig. Dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sollten wir schleunigst alle staatlichen Gelder streichen.

Herr Gropp hält sich für einen besseren Menschen, der da­rüber bestimmen möchte, wie die Lausitz entwickelt wird. Erstaunlich, wie ein geborener Westdeutscher das Grundgesetz ignoriert und dessen Nichteinhaltung propagieren darf. Artikel 3, Absatz 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Menschen wie Herr Gropp sind es dann vermutlich, die sich über Wahlergebnisse der AfD wundern.

 ( . . . ) Es fehlt eigentlich nur noch der Vorschlag, dass die Lausitz eingezäunt werden könnte und dann als menschenfreie Zone touristisch genutzt wird. Urbaner Tourismus ohne Auto, Handy – sozusagen Dschungelcamp pur. Der Vorteil wäre immens, keine Kosten für Infrastruktur, Straßen, Bahn und so weiter. Wer dann nicht zurückkommt, fehlt auch in der Rentenkasse und der Pflegekasse. Auch das Problem mit dem Wolf wäre so zu klären, wenn der Zaun nur hoch genug ist. Eines dürfen wir aber nicht vergessen: Die jetzt politisch Verantwortlichen müssen natürlich hohe „Posten“ in anderen Regionen Deutschlands erhalten. Die Erfahrung der „Entbürgerung“ darf ja nicht verloren gehen.