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| 19:43 Uhr

Lesermeinung
Ballungsgebiete sind eben lukrativer

Zum Internet im Spreewald Von Ralf Bees

Die Telekom bot mir im Juli 2019 statt einer Störungsbeseitigung – Austausch meines Hybridrouters – einen neuen Magenta-L-Vertrag an. Schaltungstermin war für Mitte/Ende September 2019 vorgesehen. Das böse Erwachen erfolgte zwei Tage später per E-Mail. Es handele sich um ein Versehen des Mitarbeiters. Der Anschluss sei zwar buchungstechnisch für die Mitarbeiter verfügbar, aber es fehle an der Zuteilung eines für den Anschluss erforderlichen Ports. ( . . . )

Dann erreichte mich im August eine E-Mail der Telekom. Ich hätte mich ja früher einmal für schnelleres Internet interessiert und nun sei es endlich so weit. Ich könne jetzt endlich einen schnellen Internetanschluss buchen – wobei die Betonung auf „buchen“ liegt.

Erfreut machte ich von der Möglichkeit Gebrauch und bestellte kostenpflichtig den Magenta L-Tarif mit 50Mbit/s und besorgte mir einen neuen Router. Der allerdings musste auch nicht besonders „schnell“ sein, denn der 100 Mbit-Anschluss war in Burg-Kauper nicht buchbar.

Zur Information: Das Waldhotel Eiche, von dem im Bericht die Rede ist (RUNDSCHAU, 12. September), liegt hinter Burg-Kauper im „Dreiländereck“ SPN-OSL-LDS. Allerdings verfügt man dort bereits seit 2017 über eine Spezial-Lösung, die sich das Waldhotel als „Einzellösung“ von der Telekom bauen ließ und an den sich auch kein anderer Nutzer im Polenzweg oder Eicheweg anschließen durfte. ( . . . )

Vergeblich suchte ich im September nach einer Buchungsbestätigung im Kundencenter der Telekom, denn schriftlich erhält man ja sowieso nichts. Die Verfügungsabfrage nach einem schnelleren Internetanschluss ergab noch immer, dass ich einen Hybrid-Anschluss mit 16 Mbit/s buchen müsse, weil es eben nicht schneller geht. Diesen hatte ich vor einem Jahr nach einer Odyssee von einem bitteren Jahr Arbeit erhalten, denn Burg-Kauper wäre nach Auskunft nicht über Hybrid zu versorgen – so zumindest die Auskunft der Telekom. Tatsächlich sah ich aufgrund meines Vodafone-LTE-Anschlusses in den Routerdaten, dass der Straupitzer LTE-Mast Burg-Kauper wesentlich besser versorgen kann als Vodafone. Dort spart man nach Auskunft der Bundesnetzagentur, um den Festnetzersatz LTE nach und nach aus den ländlichen Gebieten verschwinden zu lassen. Ballungsgebiete sind eben lukrativer. Hierdurch waren die Vodafone-Kunden gezwungen, die zuvor amtlich auferlegte „Vodafone-LTE-Lösung“ zu kündigen weil man einfach nicht mehr telefonieren konnte. ( . . . )

Schließlich habe ich mich nochmals als „Interessent für den schnellen Internetausbau“ bei der Telekom eingetragen und siehe da – es erschien ein Hinweis, dass mein Wunsch bereits registriert war und mein Anschlusstermin sich von September auf ungefähr Februar 2020 verschoben hätte. Und das, obwohl die Arbeiten seit geraumer Zeit abgeschlossen sind. ( . . . )