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| 19:43 Uhr

Lesermeinung
Zehn Denkanstöße zum Klimaschutz

Zum Klimagipfel in Kattowitz Von Dieter Lehmann

Gegenwärtig geht der UN-Klimagipfel im polnischen Katowice über die Bühne. Zu Beginn hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Staatengemeinschaft dazu aufgefordert, deutlich größere Anstrengungen beim Klimaschutz zu machen. Dennoch halten viele Staaten ihre Versprechen aus dem 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommen nicht ein. Guterres sagte: „Wir sind in Schwierigkeiten, wir sind in großen Schwierigkeiten!“ ( . . . )

Am beginnenden globalen Klimawandel sind wir Menschen durch die Art unserer Lebensweise maßgeblich beteiligt ( . . . )Was kann jeder einzelne Mensch tun, um sich selbst als Klimaschützer fühlen zu können? Das Wichtigste: Wir alle müssen uns in unseren Lebensansprüchen mäßigen. Dazu die folgenden zehn Denkanstöße zum Klimaschutz. Jeder, der das Klima schützen will, sollte das Folgende bedenken:

1. Informieren, Erkennen und Handeln – wer sich über die Hintergründe des globalen Klimawandels informiert, wird erkennen und begreifen. Er wird dann auch bereit sein, persönlich zu handeln.

2. Energie einsparen, wo es nur geht – energieeffiziente Elektrogeräte benutzen; wärmegedämmte Gebäude und Häuser; moderne Heizungsanlagen; optimal heizen und lüften; erneuerbare Energien nutzen.

3. Verantwortungsbewusst mit dem Auto fahren – kraftstoffsparende Autos fahren, unnötige Fahrten vermeiden. Wenn möglich, bei Fernreisen die Eisenbahn benutzen. Kurze Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigen. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

4. Nicht in der Ferne Urlaub machen, sondern in der Nähe – nicht Massentourismus in der Ferne, sondern naturnaher Urlaub in der engeren Heimat.

5. Auf das Kaufverhalten kommt es an – nicht weitgereiste Nahrungsmittel und Waren kaufen, sondern regionale, einheimische Produkte.

6. Vegetarische statt tierischer Nahrung – wer viel Fleisch verzehrt, lebt nicht nur ungesund, er schädigt auch das Klima; Nahrungsmittel aus biologischem Anbau kaufen und essen.

7. Nicht Bäume fällen, sondern Bäume pflanzen – Bäume und Wälder sind die Lungen unserer Erde. Wir brauchen sie, wenn wir die globale Erwärmung stoppen wollen.

8. Menschen müssen sich engagieren – wer Klimaschützer sein will, sollte in Verbände und Vereine eintreten, die sich für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.

9. Bei Wahlen sich richtig entscheiden – nur Personen und Parteien wählen, welche sich für den Klimaschutz einsetzen.

10. Wer Klimaschützer sein will, muss für den Frieden eintreten – Kriege sind nicht nur menschenverachtend, sie schädigen auch das Klima. Die Forderung „Schwerter zu Pflugscharen“ ist heute dringlicher denn je.