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| 18:49 Uhr

Leserpost
Schwerhörige finden kein Gehör

Zum Beitrag „CMT will dauerhafte Aufmerksamkeit“, erschienen am 11. Oktober in Cottbus:

Der Artikel erfordert von mir eine Reaktion. Ich bin hochgradig schwerhörig und fühle mich von vielen Veranstaltungen in Cottbus ausgeschlossen, manchmal sogar diskriminiert. Die CMT-Geschäftsführerin Daniela Kerzel weist in diesem Beitrag auf eine Reihe von Höhepunkten im Veranstaltungskaleidoskop der Stadt hin. Daraus ist zu erkennen, dass Cottbus für viele Künstler eine gute Adresse ist. Leider ist es so, dass wir als Schwerhörige selten zu diesen Veranstaltungen Zugang haben. Nicht, dass man uns den Zutritt verweigert, doch ohne hör-unterstützende Technik bedeutet der Besuch, dass wir zwar hören, aber selten etwas verstehen. Und dies obwohl die Veranstaltungen sehr oft in Objekten stattfinden, die mit hör-unterstützender Technik ausgestattet sind. Obwohl wir uns als Schwergehörigenverein seit Jahren bemühen, unsere Probleme öffentlich zu machen, vermissen wir hier die Aufmerksamkeit der CMT. Es kann sogar belegt werden, dass seitens der CMT Angebote für Veranstaltungen mit hör-unterstützender Technik ersatzlos gestrichen wurden. So finden seit geraumer Zeit keine Filmveranstaltungen mehr in der Stadthalle statt. Diese waren für uns Hörgeschädigte ein Genuss, Wir konnten nicht nur sehen und hören, sondern die Dialoge auch verstehen. Seit dem Wegfall gibt es in Cottbus keine Filmveranstaltungen mehr mit hör-unterstützender Technik, denn weder im Weltspiegel noch im UCI oder im Glad-House gibt es diesbezüglich funktionierende Technik. Ein Armutszeugnis für eine Stadt wie Cottbus.

(Heinz Sander)