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Leserbrief
Woanders besser angelegt

Meinung SED-Vermögen Horst Buczkowski

In der LR-Ausgabe vom 3.1.18 wird mitgeteilt, dass Sachsens Ministerin Petra Köpping 58 Millionen Euro aus SED-Vermögen für die Aufarbeitung der Nachwendezeit verwenden wird. Dazu ist schon genug Literatur vorhanden. Damalige Betrügereien sind verjährt und Schuldigen längst über alle Berge. Dieses Geld ist besser bei den Verlierern dieser Zeit aufgehoben. Schlimm genug, dass wir über Alters- und Kinderarmut reden müssen. Immer wieder erreichen mich Briefe von der Krebshilfe mit der Bitte um Spenden, SOS-Kinderdorf usw. In Ost und West müssen sich Bedürftige an der Tafel anstellen, immer wieder hört man von Kindern in der Kita, die aus Geldmangel kein Pausenbrot mitbekommen – und die Liste ist noch viel länger. Die Tafeln können den Bedarf kaum decken. Oft genug benötigen sie für den Transport neue Fahrzeuge und Ausrüstungen und Räume, die nicht immer mietfrei bereit gestellt werden können. Frau Köpping sollte besser dafür das vorhandene Geld einsetzen.