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| 17:56 Uhr

Kopftuch ist Bekenntnis
Ungelöste Fragen verdrängt

Kopftuch ist Bekenntnis

Zur  „Post aus Potsdam“, LR vom 3. November:

Benjamin Lassiwe scheint in Potsdam auf anderen Straßen unterwegs zu sein als ich in Cottbus. Hier begegnen mir immer mehr Frauen mit einem „islamischen Kopftuch“. Es kann wohl nicht bestritten werden, dass es sich dabei  oft um eine bewusste ideologisch-religiöse Demonstration handelt. Aus der Türkei oder bestimmten arabischen Staaten finanzierte Moschee-Vereinigungen legen Wert darauf, dass dieses Kopftuch als gesellschaftspolitisches Bekenntnis öffentlich getragen wird. Ich stehe an der Seite jener liberalen Mitbürger „mit islamischen Wurzeln“, die darin ein Integrationshindernis sehen und sich dagegen aussprechen, dass Frauen in Europa zu dieser Kopfbedeckung angehalten und gedrängt werden.

Wenn – wie die Kolumne betont - die AfD-Fraktion mit Anträgen zu einem „Verbot der Gesichtsverschleierung“ oder dem „Tragen von Kopftüchern durch Kinder und Jugendliche in öffentlichen Einrichtungen“ stets „mit einer übergroßen Mehrheit“ von den anderen Landtagsfraktionen abgewiesen wird, dann sind das für mich keineswegs Sternstunden einer parlamentarischen Demokratie. Hier werden nur ungelöste gesellschaftliche Fragen verdrängt.

Herr Lassiwe möge sich doch bei einem gut gezapften Bier von alten Kollegen erinnern lassen, wie dass einst bei der LR war, als die „herrschende Partei“ unerwünschte „politische Störmanöver“ zur Seite drängte und der „Demokratische Block“ gelobt werden musste.

Manfred Buder, Kolkwitz