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| 15:08 Uhr

Lesermeinung
Angst vor der Bedeutungslosigkeit

Rücktritt des Intendanten

Zu: „Der Intendant am Ende der Spielzeit“ (LR vom 7. Juli):  Schön, dass Sie in dem o.g. Beitrag die Verdienste Martin Schülers würdigen. Der Rücktritt ist ein schwerer Verlust für das Theater, für das Publikum, aber insbesondere auch für die Mitarbeiter. Ob sie das bei ihren Aktivitäten im April schon so bedacht hatten, ich kann es mir nicht vorstellen.

Der Förderverein, in dem meine Frau und ich Mitglied sind, hat aus gutem Grund Martin Schüler gebeten, über den Rücktritt noch einmal nachzudenken. Wir alle befürchten in den kommenden Jahren die Bedeutungslosigkeit des Theaters, den Rückgang von der 1. Liga in die Kreisklasse.

Ausnahmeintendanten wie Martin Schüler stehen nicht in den Startlöchern, ebenso nicht Opernregisseure dieser Klasse. (...) Dass das Staatstheater Cottbus sich noch so nennen darf und künstlerisch in den letzten 15 Jahren ganz oben mitspielte, ist Martin Schüler, aber bei allem, was leider vorgefallen war, auch dem Generalmusikdirektor Evan Christ zu verdanken.(...)

Bleibt zu hoffen, dass die Qualität nicht leiden wird. Für mich ist das kaum vorstellbar und so ein bisschen ja auch schon am neuen Spielplan abzulesen. Trotz alledem, der Blick nach vorn ist notwendig und wichtig.

Dr. med. Manfred Klare
Rheinsberg