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| 20:03 Uhr

Leserbrief zum Strom aus Braunkohle
Andere profitieren, Lausitzer zahlen

Billiger Braunkohle-Strom ist beliebt, die Zeche zahlen wir.

Ich möchte in der aktuellen Debatte um den Ausstieg aus der Braunkohle noch einmal auf den Artikel „Deutschland exportiert weniger Strom“ in der Lausitzer Rundschau vom 27. Dezember 2018 verweisen. Dort werden für das Jahr 2017 als Exportüberschuss 51 500 Gigawattstunden genannt. Wenn ich diese Summe durch 8600 Jahresstunden dividiere, komme ich auf 6000 Megawattstunden, der doppelten Kapazität des Kraftwerks Jänschwalde.

Als einer der Hauptabnehmer des deutschen Stromexports wird Holland genannt, welches seinen Strom größtenteils aus eigenen Erdgasvorkommen erzeugt. Diese Ressourcen schonen die Holländer gern, aufgrund des billigen deutschen Braunkohlestroms, für schlechtere Zeiten.

Wir hingegen in der Lausitz produzieren Eisenocker für die Spree, saures Wasser für die Tagebau­seen, die viele Jahre gekalkt werden müssen und Sulfat für die Wasserwerke in Frankfurt und Berlin. Die Reduzierung und Beseitigung dieser „Nebeneffekte“ durch die LMBV wird natürlich nicht von dem Stromkonzern, sondern vom Steuerzahler in der Lausitz mitbezahlt.