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| 12:04 Uhr

Leserbrief
Totengräber der SPD

Gerhard Schröder und Putin

Wladimir „Zarewitsch“ Putin ist im Kreml feierlich vor 5000 geladenen Gästen für eine vierte Amtszeit als russischer Staatspräsident vereidigt worden.

In der ersten Reihe der Gratulanten stand zwischen dem Patriarchen von Moskau, Kyrill I., und dem russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew, man höre und staune, trotz der Sanktionen gegen Russland ein Sozialdemokrat aus Deutschland, Altbundeskanzler „Gazprom-Gerd“ Schröder.

 Unglaublich - ein deutscher ehemaliger SPD-Bundeskanzler und SPD-Parteivorsitzender feiert den kriegerischen russischen Diktator Putin, der vor den Präsidentschaftswahlen alle ernst zu nehmenden Kandidaten verhaften ließ und den führenden oppositionellen Aktivisten, Alexei Nawalny, sogar von der Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen gänzlich ausschloss. In Schröders Augen ist Putin eben ein lupenreiner Demokrat.

 Damit ist Gerd Schröder der Totengräber der SPD in Deutschland und für den Untergang der SPD entscheidend mitverantwortlich. Der ehemalige SPD-Parteivorsitzende Otto Wels, der am 23. März 1933 mutig eine Rede gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz hielt, das die NS-Diktatur in Deutschland erst möglich machte, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er noch mitansehen müsste, wie Gerd Schröder den Antidemokraten Putin hofiert.

Übrigens, Otto Wels musste wegen seiner besagten Rede vor dem Deutschen Reichstag in Berlin nach Frankreich fliehen. Die Nazis erkannten ihm damals die deutsche Staatsangehörigkeit einfach ab. Und was geschieht mit „Gazprom-Gerd“?

Gerhard Schröder profitiert dagegen vom System Putin. Richtiger wäre es aber, wenn Gerd Schröder wegen antidemokratischen Verhaltens und Unterstützung eines Despoten die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt würde. Denn das, was Gerd Schröder sich erlaubt, ist keinesfalls nur seine Privatsache.

Roland Klose, Bad Fredeburg