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| 18:39 Uhr

Kohleausstieg
Das Recht der „Guten“?

Kohlekommission und Baggerbesetzung

Nach langen und intensiven Verhandlungen legt die Kohlekommission Ende Januar ihren Abschlussbericht vor. Als Lausitzer war man froh, dass sich Experten aus Politik, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Bürgern der betroffenen Regionen zu einem Kompromiss verständigt haben, um die Situation der Wendezeit hoffentlich nicht noch einmal erleben zu müssen.

Aber zu früh gefreut. Bereits am ersten Montag im Februar besetzen „Freunde“ der Grünen Tagebaugeräte in den Tagebauen Jänschwalde und Welzow und gefährden mit diesen Aktionen nicht nur ihr eigenes Leben. Warum sind eigentlich diese Menschen teilweise vermummt und geben ihre Identität nicht frei? Aber das muss ja der Lausitzer auch nicht wissen. Schließlich nimmt sich eine Rechtsanwältin aus Berlin das Recht heraus, Menschen in unserer Gesellschaft zu diesen Handlungen wie folgt zu aktivieren: „Angesichts dieses Versagens der Politik sehen wir uns gezwungen, Regeln zu übertreten und mit zivilem Ungehorsam den Kohleausstieg selbst in die Hand zu nehmen“, so die Sprecherin der Gruppe, Marie Melior. Wo wird das uns noch hinführen?