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| 19:11 Uhr

Kohleausstieg
Ein Abschlachten der Lausitz?

Zum Kohle-Ausstiegstermin 2038

Nun hat die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung den vom DB-Mann R. Pofalla schon vor Wochen durchgesteckten Ausstiegstermin 2038 bestätigt. Ein politisch motivierter Termin, der einmal mehr zeigt, dass Politik Arbeitsplätze vernichten kann, wohl aber niemals welche zu schaffen imstande ist. Das Spiel der Politik von den „blühenden Landschaften“ soll nun im Osten zum zweiten Male gespielt werden.

Die Entindustrialisierung der Lausitz ist damit in die letzte Runde gekehrt, oder glaubt jemand ernsthaft an die vollmundigen Versprechen der Bundesregierung. Welcher ostdeutsche Industriearbeitsplatz ist durch das „Wollen“ von Politikern hier angesiedelt worden? Wenn überhaupt, wurden vorhandene Arbeitsplätze bestenfalls in mäßigem Umfang gerettet. (...)

Die 40 Milliarden Euro „Strukturhilfen“ dürfen nun die Braunkohleministerpräsidenten Haseloff, Woidtke und Kretschmer als Riesenerfolg verkaufen. Ein Großteil dürfte in Pofallas Schienennetz, Scheuers Ortsumgehungen, vielleicht für Bootsstege im Seenland, hoffentlich auch für vorzeitige Ruhestandsmodelle verwendet werden. Qualifizierte Jugendliche in meinem Umfeld befassen sich schon jetzt mit Bewerbungen für die Industrie nach Süddeutschland… Geschichte wiederholt sich also doch.