| 11:17 Uhr

Kleinen Betrieben wird der Boden entzogen

Hans Stolze aus Lübbenau schreibt über die ökologische Verträglichkeit neuer Großprojekte:

Wenn auch in zunehmendem Maße im Sinne marktwirtschaftlicher Hingabe neue Mastviehanlagen durch Investoren errichtet werden, so wird wohl in Bezug auf die ökologische Verträglichkeit die rote Linie einmal überschritten. In der Summe von Vorhaben wie Windräderstandorte, Bekämpfung der Verockerung in Spreegebieten, touristische Objekte an Resttagebaulöchern und Trassenprojekten ist unsere Kulturlandschaft auch hier stark in Anspruch genommen (. . .). Auch bei der eventuellen Schaffung neuer Arbeitsplätze wird der Nachweis nicht geliefert, wie denn nun einzelbäuerliche Landwirtschaft gestaltet werden kann. Hier wird nämlich mit dem weiteren Eindringen der Großproduktion in die Flurentwicklung den kleinen Betrieben der Boden entzogen.

Bewährte Standortbegehungen mit betroffenen Bürgern aus den Gebieten finden kaum noch statt. Überdimensionierte Flächen entstehen, wo unter Bedingungen des Klimawandels kein differenzierter Einfluss des Menschen mehr möglich ist, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. (. . .) Den hier wohnenden Menschen muss eine bessere Gelegenheit gegeben werden, ihre Lebensgrundlagen selbst zu gestalten und zu regeln. (. . .)