ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:47 Uhr

Lesermeinung
Islamisten,nicht Rebellen

Krieg in Syrien

Zu „Fast 200 Tote in Ost-Ghuta“ (LR, 21. Februar): (...) Nun haben immer wieder integere, angesehene westliche Wissenschaftler, Politiker und Juristen bis hin zur ehemaligen Chefanklägerin des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Carla del Ponte, bestätigt, die „Rebellen“ sind extremistische islamistische Fanatiker bis hin zu Halsabschneidern. In der Mitte des Beitrags versteckt der Artikel dieses Eingeständnis, dass dort islamistische Milizen dominieren. Liebe LR, deshalb gehört diese Formulierung in die Überschrift und nicht das schönfärbende Wort „Rebellen“. Der Artikel beklagt die vielen Todesopfer, wie auch ich und viele Leser das tun werden. Mich verwundert nur, dass laut Bericht keine islamistischen Extremisten dort umkommen, nur immer Zivilisten. Von umgekommenen Terroristen wird nichts berichtet. Das macht den Bericht unglaubwürdig. Weiter heißt es, es würden vor allem Wohngebiete getroffen. Ja aber wer glaubt denn, dass die islamistischen Extremisten ihre Leitstellen, ihre Kommandobunker, ihre Waffenlager und ihre Abschussanlagen, von denen aus sie Damaskus beschießen, außerhalb der Wohngebiete errichten, die dann ein einfaches Ziel des Gegners wären? Zuletzt, viele der Zivilisten würden, wenn sie könnten, aus dem Kampfgebiet, aus dem Kessel fliehen, um ihr Leben zu retten. Viele unserer Medien berichteten, die Terroristen in Aleppo und Mossul missbrauchten sie als lebende Schutzschilde und hinderten sie deshalb an der Flucht. So werden es mit Sicherheit auch die extremistischen Islamisten in Ost-Ghuta tun. Warum berichtet der Artikel nicht auch davon (...)

Michael Ziegler
per E-Mail