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| 18:50 Uhr

Opfer des Einigungsvertrages
Das gab es schon in der DDR

Impfpflicht gegen Masern

Die Zahl der Masern-Fälle stieg weltweit drastisch vom letzten Jahr bis jetzt von 28 000 auf 11200 Fälle! Hauptsächlich kommen diese Erkrankungen in Kongo, Äthiopien, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Philippinen, Sudan, Thailand und Ukraine vor. In diesen Ländern kann man sich oft gar nicht impfen lassen. Durch Warenverkehr, Urlausreisende und natürlich auch Flüchtlinge kommen nun die Masern zu uns. Und natürlich gibt es in Deutschland auch Impfgegner, die eine Impfung grundsätzlich ablehnen.

Aber, Masern sind eine hochgradig ansteckende Krankheit! Gerade um unsere Kinder zu schützen, benötigen wir eine Masern-Impfflicht. Das hat vorbildlicher Weise der Landtag Brandenburg erkannt und hat die Weichen für eine Masern-Impfpflicht für Kinder in Kitas auf den Weg gebracht. Auch in der Bundespolitik ist man dieser Impfpflicht mittlerweile aufgeschlossen. So plant auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine deutschlandweite Impfpflicht gegen Masern in Kindergärten und Schulen. Es kommt also Bewegung in diese Sache.

Ich erinnere hier an meine Kinderzeit. Im Osten kannten wir damals diese Probleme nicht. Es gab sie damals nämlich schon – sogar eine allgemeine Impfpflicht in der DDR. Nicht alles bei uns war eben schlecht. Aber leider fiel diese Errungenschaft des Ostens beim Einigungsvertrag unter den Tisch!

Uwe Vogt/ Gießmannsdorf