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| 17:37 Uhr

Lesermeinung
Ich fühle mich vom Staat betrogen

Abgaben auf Betriebsrenten

Zu „Zoff um Betriebsrenten“ (LR, 26. April): Genau wie im Beitrag dargestellt – man beschäftigt sich erst mit dieser Thematik, wenn man in den Ruhestand geht und die Krankenkasse ihren Tribut eintreibt. Man muss „bluten“. Als einer von den vielen Millionen Betroffenen, der fürs Alter vorsorgen wollte, steht man jetzt dumm da. Man versteht die Welt nicht mehr, ist wütend auf den Staat und die Leute, die das beschlossen haben. Anderseits macht man sich selbst Vorwürfe über die eigene Blauäugigkeit und Naivität. In dem Glauben, die nicht zu üppige Rente nach 50 Arbeitsjahren etwas aufzubessern, habe ich 13 Jahre Monat für Monat auf 150 Euro meines Bruttolohns verzichtet, also angespart. Nun hat man die Quittung. Doppelverbeitragung der Krankenkasse in Form des Beitrages zur Kranken- und Pflegeversicherung, jeden Monat zehn Jahre lang.

Hätte ich in diesen Jahren auf diesen Unsinn verzichtet und dieses Geld auf mein Privatkonto überwiesen, da gab es noch erträgliche Zinsen, wäre ich heute besser dran, und die Doppelverbeitragung wäre kein Thema gewesen. Mein Fazit, das ist Betrug des Staates an den Betroffenen (...). Mein persönliches Vertrauen in diesen Staat ist bei null angelangt, nicht nur wegen dieser Problematik. (...)

Hans-Jürgen Gresch
Koßdorf