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Hier leben genug an der Armutsgrenze

Lothar Kruse aus Burg reagiert auf die Lesermeinung "Grenzen der Belastbarkeit erreicht" (LR vom 18. März):

Ich kann Herrn Gallasch nur voll zustimmen (. . .). Deutschland erwartet in diesem Jahr die Aufnahme von bis zu 500 000 Flüchtlingen, und die kommen nicht nur aus Krisengebieten, sondern auch aus Ländern, die ihren Lebensstandard verbessern wollen. Der Bund weigert sich, zusätzlich Gelder für die Asylantenunterbringung den Ländern zur Verfügung zu stellen, also muss an anderen Stellen gespart werden. Da Brandenburg ein industriearmes Land ist, muss man letztlich unter anderem am maroden Bildungssystem oder an der Modernisierung der Infrastruktur sparen. Es sollten endlich die EU-Länder zur Aufnahme von Flüchtlingen herangezogen werden, die bisher keine oder wenige aufnehmen. Bürger, wie Herr Werner Erbe aus Cottbus (LR vom 1. April), die der Auffassung sind, wir brauchen noch mehr Flüchtlinge, sollten sich doch mal Gedanken machen, Asylsuchende privat in ihren Wohnungen aufzunehmen und für deren Unterhalt zu sorgen. Ich bin der Meinung, es gibt genug Menschen in diesem reichen Staat, die für Dumpinglöhne arbeiten müssen und an der Armutsgrenze leben.

Artikel zum Kommentar: Grenzen der Belastbarkeit erreicht