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| 17:10 Uhr

Lesermeinung
Hass trifft auch Unschuldige

Mit mehreren Hundert Teilnehmern hat auf dem Cottbuser Altmarkt die Demonstration für ein friedliches Zusammenleben mit Flüchtlingen begonnen. Die Versammlung ist von bunten Luftballons und Rosen geprägt, die Flüchtlinge verteilen. Fotos: Frank Hilbert
Mit mehreren Hundert Teilnehmern hat auf dem Cottbuser Altmarkt die Demonstration für ein friedliches Zusammenleben mit Flüchtlingen begonnen. Die Versammlung ist von bunten Luftballons und Rosen geprägt, die Flüchtlinge verteilen. Fotos: Frank Hilbert FOTO: Frank Hilbert
Zuwanderung mit einem Aber

Ich habe mich sehr über ihre objektive und neutrale Berichterstattung zur Demonstration „Zukunft Heimat“ gefreut. Sie haben auf stereotypische Zuweisungen (Rechte oder Ausländerfeinde) für Cottbuser Bürger verzichtet. (...) In meinem Freundeskreis und unter Kollegen werden die Themen Zuwanderung und Asyl rege diskutiert. Dabei findet sich immer ein breiter Konsens, dass Deutschland eine Zuwanderung braucht und Bedürftigen Schutz gewähren soll.

Jetzt kommt das „Aber“! (...) In diesem Kontext werden meist Dinge geäußert wie geordnet, Inte­grationswilligkeit und Benehmen. Was passiert mit denen, die unsere Werte nicht akzeptieren wollen? Wir haben schon in vergangenen Zuwanderungen das Integrationsversagen unserer Regierung beobachten dürfen. Die Folgen waren die Bildung von ausländischen Clans und Parallelgesellschaften mit (auch) kriminellen Strukturen in Großstädten.

Mit einer unkontrollierten Flüchtlingswelle und ein paar Integrationskursen soll alles besser werden? Und, wenn einige sich nicht integrieren wollen? Die großen Volksparteien schauen arrogant über die Sorgen der Bürger hinweg und treiben sie lieber in die „rechte Ecke“. Der normale Deutsche versteht nun mal nicht, dass sich einige Flüchtlinge bei ihm mit Messerattacken und Einforderung von Respekt bedanken wollen. So auch in Cottbus!

Durch die Unfähigkeit der Bundesregierung wird es wieder zu unschönen Gegenreaktionen aus der Bevölkerung kommen. Mir tun dabei die unschuldigen ausländischen Studenten, Zuwanderer und Asylsuchenden leid. Sie werden jetzt zu Unrecht den Hass ernten, den andere säten. (...)

Mike Hohm
per E-Mail

Cottbus ist nach Auseinandersetzungen zwischen jugendlichen syrischen Flüchtlingen und Deutschen eine Stadt der Gegensätze. Dies zeigte sich auch bei zwei Demonstrationen. Mehrere Hundert Menschen protestieren – organisiert vom Verein „Zukunft Heimat“ aus Golßen gegen die Flüchtlingspolitik (l.). Mehrere Hundert andere Menschen demonstrierten für eine weltoffene Stadt.
Cottbus ist nach Auseinandersetzungen zwischen jugendlichen syrischen Flüchtlingen und Deutschen eine Stadt der Gegensätze. Dies zeigte sich auch bei zwei Demonstrationen. Mehrere Hundert Menschen protestieren – organisiert vom Verein „Zukunft Heimat“ aus Golßen gegen die Flüchtlingspolitik (l.). Mehrere Hundert andere Menschen demonstrierten für eine weltoffene Stadt. FOTO: Frank Hilbert