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Gräfendorfer: Anlagen nicht genehmigungsfähig.

Zu "Gräfendorfer Windradgegner bitten in Falkenberg um Hilfe", LR vom 29. 09.2017 Der Aussage des Falkenberger Bürgermeisters Herrn Quick, dass der Teilregionalplan mit der Festlegung des Windeignungsgebietes Wind 41 zwischen den Ortsteilen Großrössen, Beyern, Fermerswalde und Gräfendorf keine Verhinderung des Baus von Windkraftanlagen mehr zulässt, muss ich widersprechen. Wilfried Haase, Initiative Gräfendorfer Gegenwind - Lebensqualität erhalten

Richtig ist, dass der Teilregionalplan ohne Gegenstimme auch nur eines Regionalrates beschlossen wurde. Dies widerspricht den demokratischen Prinzipien, da vom Ortsbeirat Gräfendorf und von der Stadtverwaltung Herzberg das Eignungsgebiet abgelehnt wurde. Unabhängig davon ist im Abschlussprotokoll des Teilregionalplanes festgeschrieben, dass im Genehmigungsverfahren jeder Standort "noch einmal intensiv geprüft" wird. In allen vier Ortsteilen wurde in der ersten Stellungnahme dieses Eignungsgebiet abgelehnt. Dass in einer zweiten Runde in Sitzungen im Beisein des zukünftigen Betreibers wenige Wochen nach den Ablehnungen in den Ortsteilen Großrössen und Fermerswalde und für den zurückgetretenen Ortsbeirat Beyern durch die Stadt Falkenberg Zustimmungen erfolgten, will ich nicht weiter bewerten. Für uns Gräfendorfer sind die derzeit sich im Genehmigungsverfahren befindlichen WKA 3 und 4 mit einer noch größeren Leistung ( je 4,2 MW und 200 m Höhe) nicht genehmigungsfähig. Alle Erkenntnisse zum Gefahrenpotential von Windkraftanlagen im Nahbereich von Wohnbebauungen und zu einer verfehlten Subventionspolitik müssen zur Versagung der Genehmigung führen. Da weitere Anträge zum Bau von Windkraftanlagen in diesem Gebiet vorliegen, appellieren wir an den Bürgermeister Herrn Quick und die Stadtverordneten der Stadt Falkenberg, alle Mittel und Wege zu nutzen, den Bau von weiteren Anlagen im Gebiet Wind 41 zu verhindern.