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| 10:00 Uhr

Gleisdemontage und ihre Folgen

Klaus Lischewsky, Pfarrer im Ruhestand in Vetschau, schreibt zum Bahnabschnitt Lübbenau – Cottbus:

Erinnerungszettel: Sommer 1945. Unter sowjetischem Militärkommando und ebensolcher Bewachung arbeiteten Zwangsverpflichtete aus den Orten längs der Bahnstrecke Lübbenau - Cottbus an der Demontage des zweiten Bahngleises zu dessen Abtransport nach Russland. Generell waren von dieser Demontage alle zweigleisigen Strecken in der sowjetischen Besatzungszone betroffen gewesen.

Während jedoch die anderen Hauptstrecken zur DDR-Zeit ihre Zweigleisigkeit durch die Deutsche Reichsbahn zurückerhielten, blieb es zwischen Lübbenau und Görlitz bei der Eingleisigkeit. Diese Strecke erhielt ihr zweites Gleis nie zurück. Das Teilstück Lübbenau - Cottbus wurde auch bei der Grundsanierung dieses Streckenabschnitts unverständlicherweise in der Eingleisigkeit belassen. Diese Teilstrecke - wie auch die Strecke Cottbus/Görlitz - leidet bis heute unter den Reparationsforderungen und Demontagefolgen der Nachkriegszeit. Die immer wieder auftretenden Schwierigkeiten auf dem Teilstück Lübbenau - Cottbus dürften erst behoben sein, wenn das "Russengleis" wieder liegt.