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| 14:04 Uhr

Leserbrief zur Niederschlesischen Magistrale
Geschichte wird fortgeschrieben

Zu dem LR-Beitrag „Ein Mammut nähert sich dem Ende“

Bereits vor 1945 gehörte die Eisenbahnstrecke, die von Liegnitz über Horka, Niesky, Knappenrode bis nach Ruhland führte, zu den Haupteisenbahnstrecken in Niederschlesien beiderseits der Neiße. Sie schrieb großartige niederschlesische Eisenbahngeschichte. Mein Vater benutzte sie, wenn er von Liegnitz (Legnica) aus beruflich nach Ruhland fahren musste. Umsichtig hat das Bundesverkehrsministerium erkannt, wie wichtig diese Strecke gegenwärtig auch für den Güterverkehr ist. Nicht zufällig führt diese Eisenbahnstrecke den Namen Niederschlesische Magistrale. Wissend um die Verkehrsgeschichte Niederschlesiens, den Artikel 2,4 der Sächsischen Verfassung, die Verwaltungsordnung der Sächsischen Staatskanzlei vom 24. Februar 2005, die Kartographie des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie, des Instituts für Landeskunde und die Autokarten Sachsens ist zu erkennen, dass die Magistrale durch Niederschlesien innerhalb des schlesischen Teils Sachsens führt. Zu recht erhielt sie darum vom Bundesministerium für Verkehr die Bezeichnung Niederschlesien Magistrale. Hinweisend auf die Darlegungen wäre es gewiss angebracht, wenn beim Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung dieser Eisenbahnstrecke das Bundesministerium gemeinsam mit der DB veranlasst, dass vor dem Nieskyer Bahnhof die Eurofahne, die Bundesfahne, die Landesfahne Sachsens und die Fahne Niederschlesiens gehisst werden, zumal durch die Fertigstellung dieser Magistrale in großartiger Weise niederschlesische Eisenbahngeschichte innerhalb des Freistaates Sachsens fortgeschrieben wird.

Dr. Jürgen Wenske

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