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| 09:14 Uhr

Geistig im Kalten Krieg steckengeblieben

Christian Fuchs aus Gutenstetten schreibt zum Kommentar "Kein neuer Kalter Krieg" (RUNDSCHAU vom 14. März): In der Tat haben sich die Verhältnisse seit dem Ende der Sowjetunion 1991 gründlich geändert, aber nicht das Denken Putins.

Viele seiner Wirtschaftsfreunde haben Konten im "Westen", deren Sperrung sie kaum verschmerzen könnten. Hier müssen wir den neuen Zaren packen. Gegensanktionen brauchen wir nicht zu fürchten. Wenn Putin uns den Gashahn zudreht, kaufen wir eben norwegisches oder libysches Erdgas, Putin aber erhält dann kein West-Geld mehr. Natürlich haben die Menschen auf der Krim (und im Osten der Ukraine) das Recht, sich in wirklich freien Wahlen für den "Anschluss" an Russland zu entscheiden. Doch von freien Wahlen kann auf der Krim derzeit keine Rede sein. Putin ist noch geistig im "Kalten Krieg" steckengeblieben, fühlt sich vom Westen eingekreist, bedroht. Hier sollten ihn seine Freunde aufklären, sollten ihm deutlich machen, wie nötig Russland Investitionen und Kredite aus dem Westen braucht. (. . . )

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