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| 22:41 Uhr

Leserbrief
Fröhliches Wiedersehen in Elsterwerda

Die Freude über das Wiedersehen in Elsterwerda war groß.
Die Freude über das Wiedersehen in Elsterwerda war groß. FOTO: Horst Paulick
Abiturienten treffen sich Von Horst Paulick aus Elsterwerda

Gern und zahlreich wurde der Einladung Folge geleistet – zu einem fröhlichen Wiedersehen: Vor 40 Jahren hatten sie in Elsterwerda ihre Reifeprüfung abgelegt, gingen sie nach vier gemeinsam verbrachten Jahren ihrer Wege, freuten sich nun um so intensiver auf das Wiedersehen. Über 30 Abiturienten vom Jahrgang 1977 konnte Organisatorin Marina Thiele (geb. Wilhelm) dazu im „Weißen Roß“ begrüßen. Bei der Kaffeerunde, schon zuvor auch, entspann sich sofort die angeregteste Unterhaltung. Damals womöglich vom Lehrer unterbunden, nun längst nicht mehr. Viel zu erzählen gab es natürlich, und in der Erinnerung wachgerufen wurden erneut viele Erlebnisse der Schulzeit in Elsterwerda. Anschließend zog die ganze Gemeinschaft durch die Stadt zum Elsterschloß, ihrer einstigen Betätigungs- und Bewährungsschule. Fotos wurden gemacht, von allen drei Klassen, beim Rundgang durch alte Gänge und vertraute Räume alles wieder in Augenschein genommen. Einst doch ganz anders zumeist. Viel Zustimmung und Lob gab es für alles Neue und Moderne, unter anderem das neu herausgeputzte Gartenhaus, damals Wohnung mehrerer Lehrer. Eine Ortskundige stand zur Verfügung, Mitschülerin Ute Springer, Lehrerin am Elsterschloß-Gymnasium, war dabei. Dass gerade dort sowie im ganzen Schloß-Gelände die Gespräche besonders rege waren, wen sollte das wundern? Man hatte eben hier gelernt, sogar gewohnt, jahrelang im Internat unter dem Dach, hatte Angenehmes, aber auch mancherlei Missgeschick im und am Schloß zu verzeichnen. Egal wie – der Abitur-Abschluss an der einstigen Erweiterten Oberschule wurde geschafft, womit eine weitere Stufe hinein in das Berufsleben gemeistert war. Darin stehen die meisten noch heute.

Besonders erwähnenswert bei diesem Klassentreffen: Auffallend viele des Jahrgangs sind der Heimat treu geblieben – ob als Lehrer, Bibliothekarin, Autohändler, Landschaftsgestalter oder in noch existierenden Betrieben in Finsterwalde oder Gröditz. Sie fühlen sich auch wohl und kommen garantiert auch zum nächsten Treffen. Ihr jüngstes liegt nur zwei Jahre zurück. Damit hatten sie seinerzeit, kurzfristig, dem Wunsch einer inzwischen leider verstorbenen Klassenkameradin entsprochen.