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| 18:32 Uhr

Lesermeinung
Er kämpft für die Meinungsfreiheit

Zur Verhaftung von Julian Assange Von Vera Schneider

Es ist schon paradox, wenn man sagen muss, Bildung ist eine Gefahr, siehe die zum Himmel schreiende Verhaftung von Julian Assange! Ein höchst ausgebildeter politischer, investigativer Aktivist, ehemaliger Computerknacker, Programmierer und Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks, die es sich zum Ziel gesetzt hat, geheim gehaltene Dokumente allgemein verfügbar zu machen. Wikileaks hat mehrfach interne Dokumente von US-Armee und -Behörden veröffentlicht, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Assange droht deswegen ein Strafprozess in den USA.

Nachdem in Schweden im Herbst 2010 Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben worden waren, bereitete sich Großbritannien darauf vor, ihn dorthin zu überstellen; er floh daraufhin im Juni 2012 in die Botschaft Ecuadors in London und bat dort um politisches Asyl, das bewilligt wurde.

2017 gab die schwedische Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens bekannt. Im November 2018 wurde bekannt, dass die USA weiterhin beabsichtigen, Assange anzuklagen. Am Donnerstag gab der Metropolitan Police Service bekannt, dass Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen wurde, nachdem der ecuadorianische Botschafter die Polizei in die Botschaft eingeladen hatte.

Er kämpft für unser aller Meinungsfreiheit! Will das keiner verstehen? Von diesem mutigen Menschen wünschte ich mir eine Vielzahl mehr! Er öffnet uns die Augen, wie wir von der Weltpolitik belogen, betrogen und verkauft werden !

Mister Trump will ihn hängen sehen, Frau May bezeichnet ihn als Schwerverbrecher, der in ihrem Lande nichts zu suchen hat. Ich bezeichne ihn als „Freiheitskämpfer“, der für die Aufklärung der Völker sogar seine Freiheit und Jugend opfert. Er ist erst 48 Jahre alt und schaut aus wie ein Greis. Die Schamesröte sollte uns ins Gesicht steigen, bei der widerlichen Verhaftung dieses starken Mannes.