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Eintreten gegen Massentierhaltung lohnt

Heinz Brennenstuhl aus Doberlug-Kirchhain schreibt zu "Aus für Initiative gegen Massentierhaltung" (LR vom 19. März):

Die brandenburgische Regierung in Potsdam (. . .) hat Nein gesagt zur Volksinitiative gegen Massentierhaltung. Nein zur ausschließlichen Förderung artgerechter Tierhaltung. Nein zur unabhängigen Kontrolle in den Tierfabriken der Massentierhaltung. Nein zum Verbandsklagerecht gegen Verstöße im Tierschutz. Kein Verbot der Verstümmelung und unerträglichen Qual von Masttieren und anderer übler Dinge an ihnen, die ein rechtschaffener Mensch nicht tolerieren kann und darf. Die Vergüllung der landwirtschaftlichen Produktionsflächen kann munter weitergehen, wo auch immer. Ganz zu schweigen von den Bedrohungen für Gesundheit und Natur, die eine Massentierhaltung heraufbeschwört. (. . .) Mit arroganter Machtausübung und Lobbyhörigkeit gegen das eigene Volk zu regieren, fordert heute eine Volksinitiative nach der anderen heraus. (. . .) Das kann nicht mehr einfach so weggelächelt werden von der bildgebenden Politoberfläche der Regierung Brandenburgs. Bleibt den Gegnern der Massentierhaltung allerdings ein großer Sieg: die Kampagne hat in breiten Schichten der Bevölkerung eine neue Einsicht gebracht: Das superbillige Fleisch aus industrieller Massentierhaltung hat einen faden Nachgeschmack und macht krank. Und es ruiniert den bäuerlichen Landwirt und die Agrar-Genossenschaft in der Region, deren artgerecht gehaltenes Vieh ohne Bedenken gekauft und genussvoll gegessen werden kann - so oft man will und zu ehrlichen Preisen. Das Aktionsbündnis sollte jetzt über ein Volksbegehren nachdenken. Meine Unterschrift haben sie jetzt schon.