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| 16:49 Uhr

Leserbrief
Ein Trompeter tritt auf den Steg hinaus

Rastplatz an der Autobahn in den 1970er-Jahren.
Rastplatz an der Autobahn in den 1970er-Jahren. FOTO: Leserfoto Raatz-Kroll
Cottbus/Senftenberg. Urlaub in der DDR, wie haben RUNDSCHAU-Leser ihn erlebt? Im Senftenberger Museum gibt es dazu eine Ausstellung. Eine Cottbuserin hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben:

„Campingplätze vergab eine zentrale Stelle (schriftlicher Antrag). Auf einen Platz an der Ostsee hatte man nur alle vier Jahre Anspruch. „Wasserwandern“ durften wir nur im Binnenland. Dabei“ ging es urig und naturnah zu. Als Kühlschrank diente ein Loch in der Erde. Schönstes Erlebnis: Berliner Gewässer, Blaue Stunde, wir paddelten Richtung Zeltplatz, ein Trompeter tritt am Ende des Sees auf einen Steg hinaus und bläst „Die Post im Walde“.

Die Ausstattung der Campingplätze reichte von Trockenklo + Pumpe, „Bessere“ hatten WC und kalte Duschen und eventuell eine Verkaufsstelle für Lebensmittel.

Ordnung und Sauberkeit hingen vom „Platzwart“ ab, die Zufahrten forderten Mensch und Technik. Einige Betriebe hatten Bauwagen als Urlaubsunterkunft auf Campingplätzen dauerhaft stationiert.

Katarina Raatz-Kroll
Cottbus

Das Innere eines Urlaubs-Bauwagens.
Das Innere eines Urlaubs-Bauwagens. FOTO: Leserfoto Raatz-Kroll
Urlaub auf Rügen in den 1970er-Jahren in Bauwagen auf einem Campingplatz mit Selbstverpflegung.
Urlaub auf Rügen in den 1970er-Jahren in Bauwagen auf einem Campingplatz mit Selbstverpflegung. FOTO: Leserfoto Raatz / Leserfoto Raatz-Kroll