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Ein Stachel in leidvoller polnischer Geschichte

Die Menschen fühlen sich nicht mehr sicher Christina Weigel aus Guben schreibt zu den geplanten Grenzkontrollen in Polen: Diese Meldung las ich und war erleichtert. Endlich können sich die Bürger sicherer fühlen.

Aber nein - schon kommt die Ernüchterung - das sind nur Sicherungsmaßnahmen für den "Warschauer Nato-Gipfel" am 8. und 9. Juli 2016 und den "Katholischen Weltjugendtag" in Krakau. Ach so, hat natürlich nichts mit der Flüchtlingskrise zu tun - versteht sich. Die Bürger und Firmen sind weiterhin per Gesetz zum Plündern freigegeben. Wie lange noch? Viele Firmen stehen durch große Diebstahlserien vor existenziellen Problemen. Die Menschen fühlen sich nicht mehr sicher - Einbruch, Überfall, Diebstahl. Die vierwöchige Grenzkontrolle wird sich positiv auf die Kriminalitätsstatistik auswirken. Der Artikel "Wie im Rausch" (LR vom 4. März) gibt mir zu denken und stärkt nicht mein Vertrauen in die Politiker. Was bei Entscheidungen im Rausch herauskommt, möchte ich nicht vertiefen. Jetzt verstehe ich, warum ich manche Entscheidungen unserer "Volksvertreter" nicht nachvollziehen kann.

Das hat sich die Politik selbst zuzuschreiben

Klaus Schroeter aus Finsterwalde schreibt zu den Ergebnissen der Landtagswahlen:

(. . .) Diese Wahlen sind das Ergebnis der bisherigen Informationspolitik über das zentrale Problem Flüchtlinge. (. . .) Das Thema ist zwar seit Monaten Gegenstand von Berichterstattungen, aber nie in einer systematischen Struktur, die Entwicklungen erkennbar aufzeigt. Dafür wird durch die Erklärungen der verantwortlichen Politiker, zum Beispiel dem Innenminister, bekannt, dass man keinen genauen Überblick zum Beispiel über Herkunftsländer hat. (. . .) Von gravierender Bedeutung für die Wahlergebnisse dürfte aber der Umgang mit den Gegnern der Flüchtlingspolitik sein. Die Pegida-Bewegung wurde in ihren Anfängen als eine nicht ernstzunehmende Gruppierung betrachtet, deren Anhänger zwar überwiegend gebildet sind und über Einkommen verfügten, aber mit denen man sich nicht ernsthaft auseinandersetzte. Das hatte schon den Eindruck der Arroganz der Mächtigen aufkommen lassen. Die dann doch angebotenen Argumente von Deutschland als Einwanderungsland haben mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. (. . .) Die nicht ständig erfolgende Auseinandersetzung mit der AfD bis hin zum juristischen Verbot (. . .) lässt die Überheblichkeit der Mächtigen wiederum erkennen. Der Verfassungsschutz dürfte über genügend Materialien für Klageerhebungen verfügen. Die Ergebnisse der Landtagswahlen 2016 sollen alle Parteien mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 sehr genau und selbstkritisch analysieren.

Was treiben eigentlich Energies Co-Trainer?

Renate Brinke aus Cottbus schreibt über das Nachholspiel des FC Energie Cottbus in Chemnitz:

(. . .) Das Ergebnis sagt ja wohl alles. Ich weiß nicht, warum die Mannschaft in schwierigen Situationen dermaßen auseinanderfällt. In "alten Zeiten" haben sie sich doch auch oft genug, gerade wenn es schwierig wurde, anein ander hochgezogen und ein Spiel auch mal gedreht. Nun kommen sicher wieder Kommentare, die den Trainer infrage stellen, ich bin aber der Meinung, man sollte nicht gleich wieder nach einem neuen Trainer schreien oder neuen Spielern (die haben ja ab und an bewiesen, dass sie es besser können). Man sollte vielleicht endlich einmal schauen, was eigentlich die Co- und sonstigen Trainer in den Trainingseinheiten treiben. Denn die Grundlagen legt ja nicht der - sagen wir mal "Haupttrainer", sondern in den einzelnen Einheiten gerade die Co-Trainer. Da sollte man vielleicht mal genau hinschauen und da was verändern.

Ein Stachel in leidvoller polnischer Geschichte

Adalbert Gloyna aus Schenkendöbern schreibt zur Villa Wolf (LR vom 12./13. und 14. März):

(. . .) In den LR-Beiträgen fehlen die Aussagen zur politischen Vergangenheit des damaligen Eigentümers. Bis zur Niederlage 1945 des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg stand die Villa Wolf in Guben. (. . .) Als Ergebnis der Niederlage Deutschlands 1945 beschlossen die Siegermächte/Alliierten unter anderem, die deutsche Ostgrenze nach Westen an die Oder/Neiße zu verlegen. Da Guben somit geteilt wurde, war ab sofort der Standort der Villa Wolf/Ruine in der Stadt Gubin (Polen). Gleichzeitig erfolgte die Aussiedlung der deutschen Bevölkerung aus jetzt polnischem Staatsgebiet. Mit polnischen Bürgern aus ihrer östlich gelegenen Heimat erfolgte die zwangsweise Neuansiedlung auf gemeinsamen Beschluss der Siegermächte als Folge des Zweiten Weltkrieges. Richtig - ebenfalls Vertriebene. Die Einwohner von Gubin haben in keiner Weise einen Bezug zur ehemaligen Villa Wolf, da sie Heimatvertriebene oder Nachkommen von ihnen sind. Der Wiederaufbau der Villa von einigen deutschen Kreisen ist ein Stachel in ihrer leidvollen polnischen Geschichte verursacht von deutschen und sowjetischen Machtzielen, der Hitler-Stalin-Pakt ist dafür die Grundlage. Ein Villa-Wiederaufbau wäre ein Zurückdrehen der Geschichte.