| 09:21 Uhr

Ein Fracking-Gesetz, das gar nichts regelt

Hans Jürgen Gresch aus Koßdorf schreibt zu "Widerstand ist inzwischen irrational" über das Fracking-Gesetz (LR vom 2. April):

Wieder ein Wischiwaschi-Gesetz wie einige andere, die keiner braucht. Wenn die Bundesumweltministerin der Meinung ist "Wir regeln einen ungeregelten Zustand", so ist meiner Meinung nach damit gar nichts geregelt. Ein klares "Ja" - wir wollen Fracking, oder "Nein" wir wollen es nicht, so sieht ein Gesetz aus, und nicht wie dieses, was wieder allen Spekulationen Tür und Tor öffnet. Sehr verwundert hat mich auch die Aussage des Energieexperten Stephan Kohler in diesem Beitrag. Auf die Frage, ob ein Totalverbot von Fracking jetzt eine Alternative gewesen wäre, sagt er: "Nein. Deutschland ist ein Technologieland, . . . und muss deshalb auch auf diesem Gebiet präsent sein, unabhängig von der Frage, ob es Fracking am Ende selbst anwendet oder die Technik anderen verkauft."

Wir wollen in Deutschland den Atomausstieg, aber liefern ohne Gewissensbisse unsere gute "Made in Germany"-Technologie an Länder, die auf Atomstrom setzen. Wir liefern Waffen in Krisenländer, natürlich streng kontrolliert, und wir müssen natürlich vorbereitet sein, wenn unsere Nachbarländer die Fracking-Technologie "Made in Germany" benötigen. Ein Reaktorunfall in unseren Nachbarländern macht natürlich an den deutschen Grenzen halt, deutsche Waffen schießen nur bis zur Grenze und bedrohen uns nicht, und Fracking in Grenznähe hat natürlich auf uns auch keine Auswirkungen, da das mit hohem Druck in die Tiefe gepresste Gemisch in 3000 Metern Tiefe den Grenzverlauf deutlich erkennt.

Artikel zum Kommentar: Widerstand ist inzwischen irrational