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Diese Wolfshunde-Zucht muss beendet werden

Sarah Kirsten schreibt per E-Mail zu "Wolfshunde-Zucht vor dem Aus" (LR vom 24. Januar): Ich habe diese kommerzielle Zucht vor knapp sieben Jahren in Marxdorf gesehen.

2012 stellte ich dann bei der Polizei Anzeige wegen Tierquälerei. Ich hatte etliche Fotos und Zeugenberichte gesammelt. Leider wurde mir damals schon vom Veterinäramt mitgeteilt, es sei alles in bester Ordnung. War es schon damals nicht. Die Hunde waren nicht sozialisiert, versteckten sich vor Menschen, insbesondere vor Robert Rupp, und einige ließen sich nicht einmal von ihm anfassen. Ich selbst wurde Zeuge, wie er Hunde misshandelte (. . .). . Schon 2011 merkte ich an, dass die Rupps sich doch Hilfe in Form von Arbeitskräften holen sollten. Damals war die Zuchtstätte nur halb so groß wie heute, man hatte nur 25 Hunde zu versorgen, doch bereits diese wiesen erhebliche psychische und charakterliche Probleme auf. Es gab schon immer mehrere Würfe gleichzeitig, was natürlich die Sozialisierung der Welpen erschwert. (. . .) Auch die Tatsache, dass mehr Wolfsblut in den Hunden steckt, als die Rupps zugeben wollen, spricht wohl gegen sie. Da man das leider nicht per DNA Test feststellen kann, leugnet die Familie das natürlich gern. Auch die Zucht mit Tieren, die DM-Träger sind oder HD B oder Charaktermängel haben, stört sie nicht. Wenn man entsprechend verpaart, entstehen ja ach geringere Risiken, aber was ist mit den Tieren, die nah miteinander verwandt sind? Ja, auch solche wurden schon verpaart. Zusätzlich dazu gab es in Marxdorf auch immer wieder "aus Versehen"-Würfe, bei denen sich Rüden zu läufigen Hündinnen durchgegraben hatten oder über die 2,50m hohen Zäune geklettert waren. (. . .) Es waren damals schon zu viele Hunde, die man nicht alle adäquat versorgen konnte.

Wegen Trump nicht Teufel an die Wand malen

Hans-Jürgen Gresch aus Koßdorf schreibt zu "Ein Pokerspieler namens Trump", (LR vom 21. Januar):

Alle politisch interessierten Menschen, die von Beginn an den Wahlkampf in den USA verfolgt haben, waren sich darin einig. Alle Kandidaten haben Chancen. Nur einer nicht, der Spinner Trump. So habe ich persönlich auch gedacht. Aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in einem Land, was angeblich das freieste der Welt ist, ist alles möglich, auch ein Präsident Donald Trump. (. . .) Die Welt versinkt in Hysterie, insbesondere die Spitzenpolitiker in Westeuropa, und die "freien unabhängigen Medien" setzen noch einen drauf. In einem Land findet eine ganz normale Präsidentenwahl statt. Es ist eine demokratische Wahl, und der Souverän, das Volk, hat entschieden. Punkt aus. (. . .) Was ist so verwerflich an Trumps Aussage, mit Russland in einen Dialog zu treten, Beziehungen von beiden Seiten wieder auf Augenhöhe zu führen? Passt der westlichen europäischen Nato gar nicht. Oder seine Aussage, wenn Europas Nato-Partner es wünschen, einen atomaren Schutzschirm im Baltikum zu installieren, sollten sie es tun, aber von den USA kommt kein müder Dollar. (. . .) Hier wird ein demokratisch gewählter Präsident vorverurteilt. Eine übliche 100 Tage Schonfrist, wie in solchen Angelegenheiten üblich, wird es natürlich auch nicht geben. Meiner Meinung nach sollten wir unvoreingenommen, den Fakt akzeptieren (. . .) und nicht gleich den Teufel an die Wand malen.

Die Geschichte kennt lange schon Fake News

Ralf Kuke aus Erfurt schreibt zu Diskussion um gefälschte Nachrichten (Fake News):

(. . .) Seit Beginn der Menschheit gab es/gibt es Fake News, und wegen Fake News wurden schon Kriege angefangen, auch von Ländern, die jetzt Fake News als Gefahr für die Demokratie ansehen.

Der Zweite Weltkrieg begann mit einer Fake News aus Deutschland, dem Scheinüberfall von Polen auf den Sender Gleiwitz, ebenso zeitweise der Vietnamkrieg, einem angeblichen Überfall auf ein US-Kriegsschiff im Golf von Tonking durch Vietnamesen, aber durch die USA selber ausgeführt 1964, sowie der Irak Krieg. Dieser Krieg begann mit den Fake News über chemische Kampfstoffe von seiten der USA, die nicht gefunden wurden.

Bits & Bytes entscheiden über die Zukunft

Rasmus Ph. Helt aus Hamburg schreibt zu: "Brandenburg will bessere Netzabdeckung erreichen" (LR vom 20. Januar):

Die Pläne von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber erscheinen viel zu kurz gedacht. Zum einen gibt es peinliche Funklöcher nicht nur in spärlich besiedelten ländlichen Regionen (. . .). Zum anderen bleibt die Netzagentur alleine der falsche Adressat, um etwas an den eigentlichen Problemen zu beheben, da in Brandenburg oftmals ebenfalls beim Thema Internet eine international kaum wettbewerbsfähige Infrastruktur existiert (. . .) Deshalb gehört endlich eine ambitionierte "digitale Agenda" auf den Schreibtisch von Ministerpräsident Dietmar Woidke, da sich die Zukunft weniger an den alten Technologien wie etwa der Braunkohle als vielmehr an Bits & Bytes entscheidet.