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| 02:38 Uhr

Diese Art Freiheit war nicht unser Ziel

Ditmar Olschewski aus Weißwasser schreibt zur Flüchtlingsdebatte: Am 16. Dezember erlebten wir Merkels Flüchtlingspolitik in Reinstform.

Beim Einchecken in unserem Stammhotel "Dais Inn" in Dresden bemerkten wir eine gedrückte Stimmung unter den Angestellten. Auf unsere Nachfrage eröffneten sie uns, dass alle Mitarbeiter soeben ihre Kündigung erhalten haben. Das sehr gut ausgebuchte Hotel wird geschlossen und 2016 als Flüchtlingsunterkunft weitergeführt. Während nun Zuwanderer (wirkliche Flüchtlinge sind es ja nicht, denn sie kommen ja über sichere Länder wie Griechenland und Italien) in Dresden in 3- und 4-Sterne-Hotels die Segnungen der deutschen Willkommenskultur genießen dürfen, müssen diejenigen, die mit ihren Steuergroschen dies erst ermöglichten (nämlich die Gekündigten) den Weg zum Arbeitsamt antreten, und wenn sie anspruchsberechtigt sind, mit circa 60 Prozent ihres sicherlich nicht üppigen Lohnes auskommen. (. . .) Sind wir 1989 deswegen auf die Straße gegangen? Die Freiheit wollten wir. Diese Freiheit (keine Arbeit, keine Rechte zur Gegenwehr) war nicht das Ziel. Da muss man sich nicht wundern, wenn Pegida weiteren Zulauf erhält. Vielleicht ist auch mal ein sogenannter "Gegendemonstrant" mit so einer Situation konfrontiert, es würde eventuell zum Nachdenken anregen. Das ist kein Hetzaufruf gegen Ausländer. Die Kündigungen wurden nicht von denen ausgesprochen. Sie nutzen nur die ihnen gegebenen Möglichkeiten, so wie es zum Beispiel die Menschen in der Prager Botschaft taten. Sowohl Erich als auch Frau Merkel hätten den "Zauberlehrling" erst lesen sollen und dann Politik machen.