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| 18:02 Uhr

Leserbriefe
Kinder möchten Meinung äußernZur Schwimmhallen-Debatte in Spremberg

Meinung | Spremberg. Das Stadtsäckel ist nicht besonders gut gefüllt, und die Stadt möchte eine neue Schwimmhalle bauen. Ich bin Nutzer der Schwimmhalle und freue mich über den jahrelang gut erhaltenen Zustand der Halle. Sicherlich sind Mängel vorhanden, welche aber sanierungsfähig sind, wenn ein Wille da ist. Es ist ein einfacher, stabiler und kompakter Bau, welcher die Anforderungen der Nutzer erfüllt. Auf alle Fälle ist der jetzige Standort für alle Nutzer ideal, ob für Schüler oder ältere Bürger. Auch ist eine Schwimmhalle an einer Hauptstraße ein positives Aushängeschild für die Stadt Spremberg. Supermärkte suchen die Zentrumsnähe, die Stadt will das Hallenbad zum Stadtrand versetzen. Eine Schwimmhalle wird mehr in der kalten und dunklen Jahreszeit genutzt. Der Lochsagrund ist sehr abgelegen – wie sollen die Kinder zum Schwimmunterricht oder älteren Menschen dorthin kommen? Auf die Stadtlinie brauchen wir nicht zu zählen, diese ist unflexibel und auch dort wird eine Kosten-Nutzen-Rechnung durchgeführt, worauf die Stadt keinen Einfluss hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Synergien beider Bäder ohne einen kompletten Umbau des Freibades am Kochsagrund als Vorteil sich beweisen. Auch ein neuer Anschluss an die Versorgungsleitungen kann am Puschkinplatz nicht teurer sein als am Kochsagrund. Warum muss die Schwimmhalle am Kochsagrund abgerissen werden? Wer hat Interesse daran? Wenn der Untergrund so kontaminiert ist, lässt auch ein privater Investor die Finger davon. Übrigens, die Schwimmhalle war Volkseigentum, nach der Wende wurde sie mit Steuergeldern saniert – Geld des Volkes – warum ist man so empört, dass eine Unterschriftensammlung für den Standort Puschkinplatz durchgeführt wurde? Kinder, die ihre Stimme gegeben haben, möchten auch ihre Meinung äußern. Sie wurden bestimmt nicht gezwungen. Liebe Kommunalpolitiker, schaltet den Menschenverstand ein. Und rechnet nicht zu viel!