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Die Macht der Fügung ist alter Budenzauber

Die Macht der Fügung ist alter Budenzauber Hans Stolze aus Lübbenau schreibt zur geplanten Kreisgebietsreform in Brandenburg: Gegenwärtig bestimmt emotionsgeladene Panikmache leider das Geschehen um die Kreisgebietsreform. In Zeiten temporeicher Entwicklungen (.

. .) ist die Politik gefordert. Das pragmatische Agieren ist unausweichlich. Bisher haben viele Entscheidungen dem Land gut getan und den Menschen Arbeit und Brot gesichert. Die Monotonie industrieller Entwicklung durch die Braunkohle und der damit einhergehenden Energieerzeugung wird nicht mehr eine Existenz haben und durch CO-freie Brennstoffe abgelöst werden müssen. Die Suche nach technologischen Verfahren zur Speicherung von erneuerbaren Energien ist für die Region eine große Herausforderung. Dazu müssen vorhandene Kräfte gebündelt werden, um für das Land tragfähige industrielle Einheiten zu gestalten. Solche Art Wertschöpfung würde die Lausitz aufwerten. Wenn jetzt in einer Ablehnungskampagne der Öffentlichkeit verkündet wird "die Energiewende regiert in die Region hinein", so ist einer Art Schicksalhaftigkeit Tür und Tor geöffnet. Die Macht der Fügung ist doch alter Budenzauber. Nicht umsonst ist die Wissenschaft mit dem Uni-Komplex Cottbus-Senftenberg gebündelt worden. Hier wird am Standort erneuerbarer Energien die Forschung Produktivkraft. Wer das nicht begreift, hat die Volkswirtschaftslehre falsch verstanden. Der Großkreis im Süden der Lausitz hat auch in dieser Richtung eine Perspektive. Der Tourismus allein wird die Anforderungen einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit unter Bedingungen eines verschärften Wettbewerbs nicht erfüllen können.

Schlechtes Managment der Deutschen Bahn

Rasmus Ph. Helt aus Hamburg bemerkt zur Übernahme der Nachtreisezüge der Deutschen Bahn durch die ÖBB:

Die Übernahme der Nachtreisezüge durch die österreichische ÖBB macht sehr nachdenklich. Denn letztlich indiziert es auch ein schlechtes Management bei der Deutschen Bahn, wenn man sich von einem äußerst positiven Imageträger gerade bei jungen Familien mit Kindern verabschiedet, der zudem noch ein erhebliches Umsatzpotential bei zusätzlichen Serviceleistungen bietet. Zudem bedeutet die Einstellung der beliebten Nachtverbindung zwischen Köln und Warschau das vollkommen falsche Zeichen insbesondere vor dem Hintergrund der europäischen Integration. Deshalb sollte die Politik stark über Reformen im Konzern nachdenken, da in der Führung leider sehr viel momentan an ein die wirklichen Wünsche der Menschen nicht mehr erkennendes Politbüro erinnert.

Warum gibt es so wenig Kinder?

Wolfgang Beilich aus Hohenleipisch beschäftigt

der demografische Wandel:

Der demografische Wandel kam und keiner hat bisher eine ernsthafte Studie vorgelegt, warum in Deutschland die Kinderzahlen nicht mehr so sind, wie sie eigentlich sein könnten und sollten. Wir sind ein reiches Land, wird uns stets erklärt. Warum spüren wir das nicht in Bezug auf höhere Geburtenraten in der deutschen Bevölkerung? Welche Bedingungen führen zu solch einem Handeln? Es gibt viele Gründe: Kinder sind Hemmnis für die Karriere. Kinder kosten Geld. (. . .) Wer keine günstigen Bedingungen für einen Job mit gutem Geld findet, hat schlechte Voraussetzungen. (. . .) Kinder kosten viel Zeit und Hinwendung. Es wäre sehr empfehlenswert, wenn sich die Politik diesem Thema mit aller Nachhaltigkeit widmen würde und zwar immer und nicht nur zur Wahlzeit. Wir sollten es schaffen, unseren jungen Leuten Voraussetzungen zu bieten, die dazu beitragen, den Kinderwunsch zu erfüllen. (. . .) Faire Löhne in ganz Deutschland sind eine Grundforderung für Gerechtigkeit und Basis für eine gerechte Entwicklung, auch in Ostdeutschland.

Deutschland hat ein Rentenproblem

Dieter Lehmann aus Falkenberg schreibt zu "Konstantes Rentenniveau belastet Arbeitnehmer"

(LR vom 6. Oktober):

Andrea Nahles (SPD), derzeit Bundesarbeitsministerin, will das Rentenniveau stabilisieren und diesbezüglich eine "Haltelinie" installieren. Was auch immer das sein soll; fest steht, es gibt ein Rentenproblem in Deutschland! Eine überlebensfähige Rente ab einem bestimmten Alter sollte es für jeden Bürger geben, der in seinem Leben produktiv gearbeitet hat. Nicht zu viel für die einen - nicht zu wenig für viele andere! Um das zu erreichen, sollte als erstes die Art und Weise der jeweiligen Rentenerhöhungen verändert werden. Nämlich Rentenerhöhungen nicht wie bisher in Prozentpunkten, sondern ein einheitlicher Betrag für alle Rentenempfänger. Damit würde das jetzige Missverhältnis, dass hohe Renten immer höher werden, während niedrige Renten nur langsam steigen, wenigstens in diesem Bereich beendet werden. Und außerdem müssen auch alle Beamten, alle gewählten Volksvertreter und Mandatsträger einkommensbezogen in die Rentenkassen einzahlen. Das jedenfalls verstehe ich unter Rentengerechtigkeit!