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| 18:13 Uhr

Lesermeinung
Der Landraub hält bis heute an

Israelkritik muss möglich sein

Zu „Dauerkampf in feindlicher Umgebung“ (LR, 19. April): Sie haben hier zumindest einen wichtigen Fakt nicht erwähnt. Das Gebiet, was 1947 für einen arabischen Staat vorgesehen war, wurde durch Israel besetzt und die dortige Bevölkerung vertrieben und zum Teil ermordet. Dieser Landraub geht bis in die heutige Zeit, bekannt als Siedlungsbau in besetzten Gebieten. (...)

Die vertriebenen Palästinenser leben mittlerweile in der vierten Generation in Flüchtlingslagern bzw. sind der willkürlichen Besatzungspolitik Israels ausgeliefert. Insofern lässt sich die mangelnde Begeisterung vieler Araber für Israel und seine Bewohner durchaus nachvollziehen. Dank Frau Merkels Flüchtlingspolitik ist dieser Konflikt (wie viele andere auch) jetzt verstärkt nach Deutschland hineingetragen worden. Ich denke, man muss hier deutlich unterscheiden zwischen berechtigter Israelkritik und Antisemitismus (den es leider auch noch unter Deutschen gibt). Da man aber von offizieller Seite jedwede öffentliche Diskussion über und Kritik an Israel um jeden Preis verhindern möchte, wird das gern in einen Topf geworfen.

Volker Kahle
per E-Mail