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Lesermeinung
Blaupause

Meinung Gutachten zu Glyphosat

Zu „Hängepartie bei Glyphosat geht weiter“ (LR, 10. November): Im Artikel vom 10. November geht es um die Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat. In Deutschland liegt die Federführung bei der Gefahrenabschätzung für diesen Wirkstoff beim BfR. Diesem Bundesamt wird nun vorgeworfen, „die mögliche Gefährdung der Substanz nicht eigenhändig geprüft, sondern die Bewertung von der Glyphosat Taskforce der Industrie kritiklos übernommen zu haben“. Und weiter heißt es: „Gegen diesen Vorwurf wehrt sich die Behörde. Es sei üblich, nach kritischer Prüfung der Originalstudien auch Textpassagen aus eingereichten Dokumenten in die Bewertungsberichte zu integrieren. Die wörtliche Übernahme sei auch im Sinne einer ökonomischen Bearbeitung sinnvoll…“.

Auch wenn man das zweimal liest, bleibt es dasselbe, was da geschrieben steht: Das Gutachten des Herstellers Monsanto (USA), dient als Blaupause. Und diese Verfahrensweise wäre nichts Neues. Wer da glaubt, in der Bundesrepublik Deutschland unterliegen die Lebens- und Futtermittel einer ständigen, verantwortungsvollen Kontrolle, der dürfte jetzt eines Besseren belehrt sein.