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Bismarck hing veraltetem Denken nach

Christian Fuchs aus Gutenstetten schreibt zu "Der Mythos Otto von Bismarck" (LR vom 2. April):

(. . .) Nun stimmt es zwar, dass er die von vielen Deutschen ersehnte nationale Einigung durchsetzte, aber eben mit brutaler Gewalt. Hätte der preußische König die ihm 1849 von der deutschen Nationalversammlung angetragene Kaiserkrone angenommen, hätte es keine Einigungskriege gebraucht. Innenpolitisch bekämpfte Bismarck die katholische Kirche wie die Sozialdemokratie, was durchaus zur Zerstörung des neuen Staates hätte führen können. Bismarck hing dem damals schon veralteten monarchischen Prinzip an, dem Gedanken vom starken (wenn auch fürsorglichen) Staat, schwächte so das staatsbürgerliche Selbstbewusstsein, die demokratische Gesinnung in Deutschland mit fatalen Folgen . (. . .)

Artikel zum Kommentar: Der Mythos Otto von Bismarck