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| 17:26 Uhr

Lesermeinung
Billiggeist macht Landwirte kaputt

EU und Fördermittel

Zu „Weniger Geld für Europas Bauern?“(LR, 24. April): Der Begriff des Bauern ist ein historischer und heißt eigentlich übersetzt: Ernährer des Volkes, und dafür wurde dieser altehrwürdige Berufsstand über viele Jahrhunderte lang hoch geachtet.Heute ist die Realität eine ganz andere. Der Berufsstand muss sich täglich immer und immer wieder erklären, warum er auf diese Gelder angewiesen ist. (...) Die Landwirte wollen Preise für ihre Produkte, von denen sie erträglich leben können. Das will aber die Politik nicht, die will niedrige Verbraucherpreise. Die Landwirte sind diejenigen, die das Volk ernähren, sie sind aber in erster Linie Unternehmer, welche durch ihre Arbeit Geld verdienen müssen, und sollten (...).

Einer Bevölkerung, die satt und zufrieden ist, kann man das nicht abverlangen. Es muss nur halt billig genug sein. An dem Beitrag stört mich besonders, dass immer wieder neue Keile in den Berufsstand getrieben werden, die Hass und Neid erzeugen sollen. Klein gegen Groß, West gegen Ost, bäuerliche Familienbetriebe gegen genossenschaftliche Mehrfamilienbetriebe, Osteuropa gegen Westeuropa, und man könnte die Aufzählung fortsetzen. (...)

Hans-Jürgen Gresch
Koßdorf