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Bedeutung der Krim nicht unterschätzen

Die Krim ist ein Teil Russlands. Katharina II., genannt "Die Große", erklärte vor 231 Jahren am 8. April 1783 die Krim "von nun an und für alle Zeiten" als russisch.

Bedeutung der Krim nicht unterschätzen

Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Sewastopol der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Das änderte sich auch nicht, als Chruschtschow aus einer Laune heraus die Krim der ihm untertanen Sowjetrepublik Ukraine "schenkte". (. . .) Das änderte sich auch nicht, als am 24. August 1991 der souveräne Staat Ukraine entstand. Jedoch, die ukrainische Autorität über die Krim war und blieb fragil. Lediglich mit erheblichem politischen Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 der Krim der Status einer Autonomen Republik innerhalb des ukrainischen Staates zugestanden. Die Krim erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. Im Juli 1993 erklärte das russische Parlament Sewastopol, welches nicht nur der wichtigste Flottenstützpunkt, sondern wegen seiner Rolle im Krimkrieg und im "Große Vaterländischen Krieg des sowjetischen Volkes" gegen Deutschland ein nationaler russischer Mythos ist, zur russischen Stadt auf fremdem Territorium nach dem Vorbild Gibraltars. Erst im Mai 1997 haben Russland und die Ukraine in einem Vertrag die Aufteilung der Flotte und den Verbleib der russischen Marine auf der Krim geregelt. Der Pachtvertrag wurde 2010 bis zum Jahr 2042 verlängert. Es braucht keine Fantasie, sondern einzig nüchternen Menschenverstand, um zu erkennen, dass es für die Russische Föderation überhaupt nicht infrage kommt, dass die Ukraine sich mit der EU assoziiert, ja ihr beitritt, dass die Ukraine der Nato beitritt, sodass in Sewastopol kein Platz mehr ist für die russische Schwarzmeer-/Mittelmeerflotte. Da ist jetzt der Moment gekommen, die Krim von der Ukraine abzutrennen und den einzig richtigen Status, den der Zugehörigkeit zur Russischen Föderation wieder herzustellen. (. . .)