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| 18:41 Uhr

CDU-Vergänglichkeit
Was für Bekenntnisse

Aus dem Ahlener Programm der CDU von 1947.

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“

Nach der Nazizeit formulierte dies die CDU in ihrem Ahlener Programm 1947. Es forderte eine teilweise Vergesellschaftung der Großindustrie und starke Mitbestimmungsrechte der Bürger. Waren dies nur Lippenbekenntnisse, um den Alliierten zu gefallen? Aus heutiger Sicht die einzig mögliche Erklärung angesichts dieser Söldner des Finanzkapitals. Traurig, aber wahr.

Peter Richartz, Solingen