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| 18:01 Uhr

Lesermeinung
Ambitionierte Visionen fehlen

Rekord-Regierung

Zum Kommentar „Wo McKinsey nicht kommt“ (LR, 5. April): Die Analyse von Werner Kolhoff spielt den Ball leider in die richtige Richtung. Denn wenn man sich die Bundesregierung näher anschaut, so kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass selbst bei der lange zaudernden SPD doch am Ende die lukrativen Posten den Hauptausschlag dafür gegeben haben, eine neue Große Koalition einzugehen. Schließlich sind ambitionierte Visionen, um die Gesellschaft voranzubringen, nach wie vor ziemlich rar gesät, da man bei der Digitalisierung die Ziele einfach nur weiter auf die lange Bank geschoben hat und sich bei der Pflege mit einem Tropfen auf den heißen Stein bei der Personaldecke begnügt. Deshalb werden insbesondere die Sozialdemokraten es besonders schwer haben, auf diese Weise Vertrauen zurückzugewinnen, zumal Olaf Scholz immer im Schatten seines Vorgängers Wolfgang Schäuble stehen wird, selbst wenn ihm eigene Erfolge gelingen.

Rasmus Ph. Helt
Hamburg