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| 19:01 Uhr

Friday-for-future-Kundgebung
Jugend sorgt sich um ihre Zukunft

Klimabewegung

Auf den handgeschriebenen Plakaten zweier junger Schüler war zu lesen: „Wozu sollen wir für die Zukunft lernen, wenn Ihr sie kaputt macht!“

So wahr, darum ist es legitim und geradezu zwingend, dass die Jungen ihr Recht auf (ein gutes) Leben in die eigenen Hände nehmen, wenn wir Alten versagen. Lehrer, die ihren Schülern die Teilnahme an den Aktionen der Klimabewegung  verbieten, werden ihrer Verantwortung als Wegweiser  in ein verantwortungsvolles Erwachsenenleben nicht gerecht. Wer im übrigen die Selbstermächtigung der DDR-Bürger vor 30 Jahren feiert, kann die Heutigen nicht daran hindern, sich  für ihr Leben ebenfalls selbst zu ermächtigen.

Kritikwürdig ist auch das Verbot der Uni, die Friday-for-future-Kundgebung dort stattfinden zu lassen, wo zeitgleich auf dem Klimatag über unsere Klimazukunft beraten wurde: auf dem Campus. Sie musste stattdessen auf den Heronplatz umziehen, weitab von denen, die ihnen hätten zuhören sollen.

Wie kleingeistig doch noch immer.

Sonja Newiak, Cottbus