September, auf dem Programm. Erstmals führt der neue Vorstand des Fördervereins Regie.

Alles bleibt beim Alten

Das Neue beim diesjährigen Lehde-Fest ist, dass fast alles beim Alten bleibt. Für Traditionalisten ist das eine gute Nachricht, für den neuen Vorstand des Fördervereins im Lübbenauer Ortsteil eine Selbstverständlichkeit. Denn der Vorstand um Anita Storch war im Frühjahr angetreten, den Verein nach heftig hoch schlagenden Wellen wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen, und dabei die Geschichte des Ortes weiter zu bewahren.

Das Lehde-Fest am kommenden Wochenende dürfte dabei so etwas wie die Taufe werden. Es ist das erste, das der neue Vorstand verantwortet. "Man merkt jetzt, was alles geleistet worden ist und wie viel Zeit da drin steckt", sagt Michael Wenske vom Vorstand. So ganz überrascht hat der Aufwand zwar nicht, denn das Fest war schon immer Sache des ganzen Dorfes. "Jetzt aber stehen wir als Vorstand für die Entscheidungen gerade."

Dass er beim Programm auf Bewährtes setzt, verwundert kaum. Ist doch der sonntägliche Kahnkorso seit je her der Höhepunkt für Einheimische und Besucher - Lehde, wie es lebt mit dem Kahn. Und genau dieses Leben soll sich eben nicht komplett verändern oder modernisieren, selbst wenn der Ort nicht mit dem Freilandmuseum verwechselt werden darf. Neu im Programm ist ein Streichelzoo, der bei gutem Wetter auf der Festwiese zu finden sein wird - mit Tieren ausschließlich von Lehdschen Höfen. Reiten können Kinder wie Erwachsene. Sonnabendliche Höhepunkte nach der Eröffnung um 11 Uhr sind das Schau-Schobern auf der Festwiese, eine Ausstellung alter Wehrtechnik, Vorführungen des Feuerwehrkahns samt Einbaum-Wettfahrten und der abendliche Tanz. Erstmals wird es eine Lehdsche Spinte am Kriegerdenkmal geben, die zweierlei Nutzen bringt. Ein Markt mit Handwerk aus Lehde soll Besucher locken, und am Sonntag startet um 14 Uhr der Kahnkorso durch den Ort.

Eintritt fürs Dorf

Die Gäste sollen in Lehde nicht nur ihre Freude und Unterhaltung haben, sondern sie können mit ihrem Eintritt (fünf Euro/Kinder bis 14 Jahre frei) auch etwas für den historischen Spreewaldort tun. Denn das Geld fließt in den Erhalt des Dorfes und der Pflege seiner Umgebung.

www.spreewald-lehde.de