Ungeachtet seiner wiederholten Unschuldsbeteuerungen sei erwiesen, dass der 49-Jährige "eine Kampagne gezielter Morde" inszeniert und dabei die fünf drogenabhängigen Frauen umgebracht habe, erklärte der Richter Justice Gross gestern in Ipswich. In der ostenglischen Stadt hatte Wright die Frauen im Alter von 19 bis 29 Jahren im Spätherbst 2006 nach Sexdiensten erwürgt.
Die nackten Leichen seiner Opfer legte der "Würger von Ispwich" in der Umgebung der Stadt ab. Seine Motive blieben in dem Prozess weitgehend unklar. Wright räumte ein, sich auf dem Straßenstrich mit den Prostituierten zum Sex verabredet zu haben. Dass alle fünf Frauen später "von einem anderen" ermordet wurden, sei "Zufall" gewesen. Nachdem Wright von der Geschworenen-Jury einstimmig für schuldig erklärt wurde, schloss der Richter bei der Festlegung des Strafmaßes die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung durch Begnadigung nach 15-jähriger Haft aus. Die Morde seien kaltblütig verübt worden. "Es ist deshalb richtig, dass Sie für ihr gesamtes restliches Leben im Gefängnis bleiben", sagte Gross.
Angehörige der Opfer bezeichneten das Urteil gegen den Gabelstaplerfahrer als zu milde. Sie forderten die Wiedereinführung der Todesstrafe für Serienmörder. Nach der Urteilsverkündung ist der Fall Wright nicht abgeschlossen. Die Polizei ermittelt, ob Wright bereits früher Frauen umgebracht hat. Psychologen hatten erklärt, das sei durchaus denkbar. (dpa/dk)