Bildergalerie Lausitzer verraten ihr schönstes Weihnachtserlebnis

Karsten Köhler (80), Rentner aus Görlsdorf (Stadt Luckau): „Als ich meine Familie unterm Weihnachtsbaum bei mir hatte. Das war nicht immer so. Doch ich sehne mich nach einem harmonischen Fest. Wenn möglichst die ganze Familie dabei ist – wie seit ein paar Jahren wieder der Fall – ist das für mich das schönste Weihnachtsgeschenk.“
© Foto: Andreas Staindl
Claudia Brüschke (52), engagierte Mutter aus Cahnsdorf (Stadt Luckau): „Als auch mein großer Sohn Heiligabend mit uns gefeiert hat. Dass er mit 32 Jahren gemeinsam mit seinen deutlich jüngeren Schwestern – 15 und 17 Jahre- Weihnachten feiert, ist für mich wunderschön. Meine drei so unterschiedlich alten Kinder Weihnachten bei mir zu haben, ist ein tolles Geschenk. Ich bin sehr dankbar dafür.“
© Foto: Andreas Staindl
Gesine Reinhold (57), Lehrerin aus Trebendorf: „Als ich 2010 über Heiligabend nach Kühlungsborn an die Ostsee mit meinem Mann gefahren bin. Die Kinder sind aus dem Haus. Wir waren zu zweit in einer sehr schönen Ferienwohnung, die super geschmückt war. Wir nahmen unser traditionelles Weihnachtsessen mit, den eigenen Kartoffelsalat und Würstchen dazu. Wir gingen an der Ostsee spazieren, das war schon irgendwie etwas ganz Besonderes. Es war eine Eiseskälte, das Ostseewasser zeigte sich in Form von Eisbrocken. Wir ließen uns den Sanddornglühwein so richtig schmecken.“
© Foto: Arlt Martina
Veronika Mehnert (67), Weißwasser, Rentnerin: „Als ich vom selbst gebastelten Weihnachtsschmuck daheim die Süßigkeiten heimlich herausholte und die Papieranhänger wieder ohne Inhalt an den Baum hängte. Ich stamme ja aus Ungarn. Dort wurde für den Weihnachtsbaum Papier gedreht und darin wurde etwas Süßes hineingetan. Das wusste ich natürlich und wickelte das Papier aus, als keiner im Zimmer war. Dann hängte ich die leeren Papierrollen an das Tannengrün und hoffte, dass es keiner bemerkt.“
© Foto: Arlt Martina
Willi Baer (75), Rentner, Hoyerswerda: „Vor einem Jahr musste ich Weihnachtsmann spielen für drei Nachbarskinder, weil kein anderer da war, der es hätte machen können. Dafür bin ich eigentlich nicht der Typ. Ich stapfte also im roten Mantel in das Weihnachtszimmer, und die Jungs waren richtig ehrfürchtig und konzentriert bei der Sache. Das Spiel ist mir gut gelungen.“
© Foto: Demczenko Katrin
Anja Lauterbach (20), angehende Ergotherapeutin, Hoyerswerda: „Letztes Jahr hab ich von meiner Mama einen ein Meter großen Plüschaffen bekommen, weil ich ihn mir gewünscht habe. Ich lasse mir auch als Erwachsene gern Spielzeug zu Weihnachten schenken, weil der kindliche Geist in der Welt nicht verloren gehen darf.“
© Foto: Demczenko Katrin
Harald Stolley (62), Vorsitzender Waldbad Crinitz: „Das Weihnachten 2010 ist mir besonders in Erinnerung, denn da war mein Sohn etwa zwei Jahre alt. Er hat zum ersten Mal begriffen, was um ihn herum passiert und die Geschenke genau so ausgepackt, wie ich es als Kind immer tat. Da hatte ich das unfassbar schöne Gefühl, dass ein Teil von mir in ihm weiterlebt, selbst wenn ich irgendwann nicht mehr bin. Diese Erkenntnis war in dem Moment sehr emotional.“
© Foto: Josephine Japke | LR
Jürgen Kaczorowski (70), Rentner aus Guben: „Als Kind, so mit sechs oder sieben Jahren, waren Skier mein größter Wunsch zu Weihnachten. Ich weiß noch, dass es zwei Tage vor dem Fest überhaupt nicht nach weißer Weihnacht aussah. Dann hat es am Heiligen Abend geschneit, und als Geschenk gab es die ersehnten Skier. Ich war total glücklich. Gleich am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich auf ihnen einen kleine Tour unternommen. Die Skier habe ich heute noch.“
© Foto: Engelhardt | lr
Steven Ulrich (30), Regisseur aus Doberlug- Kirchhain: „Ich erinnere mich an meinen ersten Gottesdienst, nachdem ich Christ geworden bin. Das war 2007 bei einer freikirchlichen Gemeinde in Berlin-Marienfelde. Ich war 19. Da wurde Weihnachten als etwas gefeiert, das eine Geschichte hat und mich persönlich betrifft. Mir wurde klar, dass Weihnachten mehr ist als Geschenke unterm Tannenbaum. Weihnachten steht für eine neue Chance.“
© Foto: Steven Ulrich | Prometheus Theater
Linda John (36), Kita-Erzieherin aus Senftenberg: „Für uns waren die letzten zehn Jahre die schönsten Weihnachten. Unsere Kinder waren klein, und jedes Jahr ist der Weihnachtsmann gekommen, und die Kinder hatten große Augen und es war eine sehr, sehr, festliche und familiäre Stimmung. Jetzt ist unsere Große zehn Jahre alt, da zieht es nicht mehr mit dem Weihnachtsmann. Aber das traditionelle Karpfenessen, wie bei der Oma, ist geblieben.“
© Foto: Peter Aswendt
Kevin Klose (21), Azubi Veranstaltungskaufmann aus Ortrand: „Ich war im letzten Jahr zur Weihnachtszeit noch in Australien zum ,Work and Travel’. Dort wird erst am 25. Dezember Weihnachten gefeiert. Wir wollten ein Barbecue machen, das war sehr teuer und unser Geld reichte nicht. Das war ziemlich deprimierend. Dann habe ich per Skype zu Hause angerufen und war so bei meiner Familie. Das war eigentlich mein schönstes Weihnachtserlebnis.“
© Foto: Peter Aswendt
Gisa Wandrei-Golm (50), Kita-Leiterin in Ahlsdorf: „Mein schönstes Weihnachten war 1994. Am Heiligabend durfte ich mit meiner Tochter Janina, die am 19. Dezember geboren war, aus dem Krankenhaus nach Hause. Die Omas und Opas waren da und es wurde ein kleines, gemütliches Fest. Janina hat ihr erstes Spielzeug bekommen. Das ist jetzt 24 Jahre her, und ich kann sagen, meine Tochter ist gut geraten.“
© Foto: Rudow | LR
Michael Krämer (43), Schausteller aus Rahnisdorf bei Herzberg: „Für uns ist jedes Weihnachten etwas ganz Besonderes. Meist bin ich bis Heiligabend am Mittag auf einem Weihnachtsmarkt, in diesem Jahr in Meißen. Bis zu dem Zeitpunkt dominiert die Arbeit. Dann geht es nach Hause. Meine Frau fährt meist schon etwas eher. Das Weihnachtsfest gehört dann ganz unserer Familie. Am 27. fahre ich wieder nach Meißen. Der Wintermarkt geht hier bis zum 6. Januar.“
© Foto: Rudow
Vera Städter (52), Türmerin und Hausfrau aus Lübben: „Als wir am Heiligabend des vergangenen Jahres gemütlich unterm Weihnachtsbaum zusammensaßen und uns unser Sohn und seine Frau erzählten, dass sie Eltern und wir zum ersten Mal Großeltern werden. Das war vielleicht eine Überraschung. So eine Nachricht ist von keinem Geschenk der Welt zu toppen. Inzwischen sind wir stolze Großeltern und sehr glücklich darüber.“
© Foto: Andreas Staindl
Sabine Jäschke (40), Köchin aus Lübben: „Als ich am Heiligabend mal frei hatte und nicht arbeiten musste. Das ist schon einige Jahre her, war aber wunderschön. Ich hatte endlich Zeit für meine Familie und konnte mit ihnen gemeinsam Weihnachten feiern. Das war bisher die einzige Ausnahme in meinem Berufsleben als Köchin. Auch in diesem Jahr muss ich wieder arbeiten.“
© Foto: Andreas Staindl
Kerstin Jahre (56), Leiterin der TourismusInfo in Bad Liebenwerda: „Wenn ich an Weihnachten in meiner Kindheit denke, dann zuerst daran, dass bei uns immer erst am 24. der Baum geschlagen wurde und ich den oft anputzen musste, übrigens mit ganz viel Lametta, weil meine Mutter als Verkäuferin selbst immer erst spät von Arbeit kam. Und Weihnachten war für meinen Bruder und für mich auch deshalb was Besonderes, weil sich unsere Eltern Zeit nahmen, mit uns Mensch-ärgere-dich-nicht zu spielen.“
© Foto: Frank Claus
Ulrich Lehmann, Baufacharbeiter aus Forst: „Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren – am 18. Dezember wurde unser Sohn geboren. Ich verbrachte daher gemeinsam mit meiner Frau den Heiligen Abend im Krankenhaus Forst. Die Christvesper hielt Pfarrer Christian Menzel im Korridor des ersten Obergeschosses für alle Patienten, die damals die Feiertage dort verbringen mussten, und die Mitarbeiter. Wir hörten die Andacht zum ersten Mal gemeinsam als junge Familie. Wir waren unter uns. Das war Glück pur.“
© Foto: Angela Hanschke
Mandy Beutke (32), Altenpflegerin aus Forst: „Das schönste Weihnachtsfest habe ich nicht hinter, sondern noch vor mir. Das verdanke ich meinen beiden Kindern Annalena (13) und dem acht Monate alten Ben. Wir sind in diesem Jahr dank unseres Nachzüglers erstmals zu viert. Nun soll alles so werden wie in meiner Kinderzeit. Der Baum wird während eines Spazierganges selbst geschlagen. Wir planen auch, eine Eisenbahn aufzubauen, so wie früher mein Papa mit meinem Bruder. Erst dann war richtig Weihnachten.“
© Foto: Angela Hanschke
Lucian Winter (10), Schüler aus Döbern: „Mein schönstes Weihnachtserlebnis war bisher das Weihnachtsfest vor fünf Jahren mit meinen Großeltern. Es war das letzte Weihnachtsfest mit meinem Opa, der inzwischen gestorben ist. Ich mochte meinen Opa sehr. Er war immer für mich da, hat mir oft vorgelesen und mit mir gespielt. Ich vermisse ihn heute immer noch sehr.“
© Foto: Anja Guhlan
Christina Nowak (62), Sachbearbeiterin aus Spremberg: „Das für mich schönste Weihnachtserlebnis liegt etliche Jahre zurück. Als Zehnjährige habe ich mir Schlittschuhe gewünscht, weil ich sehr gerne Schlittschuhe fahre. Da diese damals sehr teuer waren, habe ich nicht daran geglaubt, sie zu bekommen. Mein Wunsch ist jedoch in Erfüllung gegangen, und ich besitze diese Schlittschuhe heute immer noch als Erinnerung.“
© Foto: Anja Guhlan
Christian Sperling (33), Kundenbetreuer aus Guben: „Mein schönstes Weihnachten war 2014, als wir das erste Mal mit unserer Tochter das Fest gefeiert haben, die wenige Wochen zuvor im November geboren worden war. Es war das erste Mal die eigene Familie. Ich hatte zuvor schon oft bei anderen Leuten den Weihnachtsmann gespielt und dabei in strahlende Kinderaugen geblickt. Aber mit eigenem Kind ist das eine ganz andere Nummer. Heute ist sie vier und steht in der Kita vor dem Weihnachtsmann stramm.“
© Foto: Thomas Engelhardt | lr
Carolin Nipprasch (35), Arzthelferin aus Burg/Spreewald: „Es gibt viele schöne Weihnachtserlebnisse, und da zähle ich auch die Adventszeit dazu. In diesem Jahr gab es da für mich etwas besonders Schönes. Wir waren in Prag auf Wochenendtour und haben am Veitsdom auf der Burg, das ist die größte Kirche Tschechiens überhaupt, das Anzünden des Weihnachtsbaumes mit festlicher Musik miterlebt. Das war ein außergewöhnlich bewegender Moment für mich.“
© Foto: Marion Hirche
Constance Fischer (37), Deutschlehrerin aus Cottbus: „Mein schönstes Weihnachtserlebnis ist schon seit Jahren das Familientreffen. Endlich haben mal alle Zeit: Tanten und Cousinen, meine Eltern, mein Bruder. Seit drei, vier Jahren haben wir auch ein festes Ritual, familiär geprägt. Am Heiligen Abend gibt es bei uns Raclette und für das Mittagessen am ersten Weihnachtsfeiertag bringt jeder etwas mit. Eine Freude in diesem Jahr ist das Geschenk für meine Eltern von mir und meinem Bruder. Beide sind immer dankbar, wenn wir sie in punkto moderne Technik unterstützen.“
© Foto: Marion Hirche
Kevin Kaulbach (28), Lehrer für Chemie aus Saßleben bei Luckau: „Einmal zu Weihnachten habe ich mit dem Auto aus Versehen einen Schneemann umgefahren. Zum Glück ist nichts passiert, war aber trotzdem irgendwie lustig.“
© Foto: BenjaminBenjamin Wepprich Weppri | Wepprich Benjamin
RUNDSCHAU-Umfrage / 22. Dezember 2018, 18:07 Uhr

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