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| 02:35 Uhr

Lausitzer Rohstoff wird zum natürlichen Kleber

Den Lausitzer Rohstoff schlechthin haben sich die drei Elftklässler Carolin Kilian (17), Christian Raue (17) und Sascha Jarick (16) in ihrem Chemie-Projekt vorgeknöpft – Leinöl. "Wir haben untersucht, ob sich Leinöl auch als Bindemittel eignet", erklärt Christian. pk

"Dabei haben wir durch chemische Verfahren die Struktur des Öls verändert", erläutert Sascha. Das Ergebnis: Es klebt. Das klingt einfach. Doch bis die drei das erreicht haben, waren unzählige Testreihen notwendig.

Die Steenbecker haben bei ihren Experimenten mit dem BTU-Lehrstuhl Polymermaterialien zusammengearbeitet. Dabei hat ihnen nicht nur der Grips und die Erfahrung der Universitätsmitarbeiter geholfen, sondern auch das deutlich besser ausgestattete Universitäts-Labor.

Leinöl als natürlicher Kleber, habe deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Bindemitteln, die oft genug auf Erdölen basieren, betont Carolin. "Hier reden wir von Umweltschutz und nachwachsenden Rohstoffen." Der Leinöl-Kleber ist demnach nicht nur in der Industrie einsetzbar, sondern sogar in der Pharmazie - etwa bei der Herstellung von Tabletten. Je nach Verfahren gibt es den Leinöl-Kleber in verschiedenen Qualitätsstufen. Die drei haben bei ihren Experimenten Keramikpulver zu Presslingen zusammengeklebt.