Sie werden oft zu Geschäftsessen eingeladen oder können von den edelsten Buffets probieren. Doch was essen bekannte Persönlichkeiten aus der Region privat? Und kochen sie selbst? Die RUNDSCHAU hat sich bei Lausitzer Persönlichkeiten umgehört.


Achim Mentzel – Musiker und Entertainer. Auf der Bühne ist Achim Mentzel eine Stimmungskanone und weiß das Publikum zu begeistern. Am Herd übergibt er lieber den Kochlöffel und lässt sich bekochen. Doch für sein Lieblingsgericht, den Silvesterkarpfen aufrecht, erobert er selbst die Küche. "Ich habe die Hauptzutat, den Peitzer Karpfen, sehr zu schätzen gelernt", sagt Achim Mentzel. Sein Lieblingsrezept macht nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch auf einer gedeckten Tafel einiges her. Denn der ausgenommene Karpfen wird über eine Tasse gestülpt, damit er aufrecht steht. Serviert wird er am besten mit Meerrettich. "Mit der Lausitzer Küche verbinde ich bodenständige Lausitzer Zutaten, am besten deftig kräftig", sagt er.


Andreas Brakmann – Geschäftsführer Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus. "Hin und wieder koche ich sehr gerne", sagt An-dreas Brakmann. Dafür müssen jedoch Zeit und Muße stimmen. "Schnell etwas zusammenkochen zu müssen, macht keinen Spaß", erklärt er. Der Chef des CTK bereitet am liebsten Lachs mit Pasta und Salat zu, ein mediterranes, gesundes Gericht. "Mir ist es besonders wichtig, frische Produkte zu verwenden und keine Fertigprodukte. Man schmeckt es einfach, wenn etwas aus frischen Zutaten selbst zubereitet ist", erklärt er. Für gute Qualität und frische Zutaten wie Fisch ist er auch bereit, mehr Geld auszugeben. "Das lohnt sich."


Goedele Matthyssen – Geschäftsführerin Confiserie Felicitas in Hornow. Goedele Matthyssen hat täglich mit süßen Verführungen aus Schokolade zu tun. Auf dem Teller darf bei der Belgierin allerdings gerne auch Herzhaftes landen. Vor allem Leinöl hat sie durch ihre neue Heimat in Hornow lieben gelernt. "Dass man Leinöl essen kann, habe ich in der Lausitz gelernt. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber heute liebe ich Quark mit Leinöl, bin inzwischen sogar süchtig danach", sagt Goedele Matthyssen. Doch am liebsten kocht sie geschmorten Chicorée in Schinkenröllchen mit Käsesoße und Kartoffelpüree. Denn das Gericht erinnert sie an ihre Heimat, die belgische Stadt Leuven. "Man kann es komplett vorbereiten und dann stehen lassen, um noch etwas anderes zu erledigen. Wenn es dann losgehen soll, muss man es nur noch im Ofen überbacken", sagt sie.

Zeit zum Kochen bleibt für die Felicitas-Chefin und ihren Mann Peter Bienstmann allerdings wenig. Unter der Woche muss es schnell gehen. Oft wird gekocht und gearbeitet gleichzeitig. "Nur am Wochenende koche ich auch mal nach Rezept und zelebriere das als Freizeitbeschäftigung. Ich liebe es, mit Wein zu kochen, manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen", so Goedele Matthyssen.

Johannes M. Fischer – Chefredakteur Lausitzer Rundschau. Johannes M. Fischer kocht zwar gerne, aber selten. "Wenn ich selber koche, bevorzuge ich einfache Gerichte. Ich liebe alle Formen von Hering, insgesamt esse ich leidenschaftlich gern Fisch", sagt der Chefredakteur der LAUSITZER RUNDSCHAU. Fleisch hingegen isst er wenig, und "wenn, dann nur von Fleischern, die ich kenne oder denen ich schon mal bei der Arbeit zusehen durfte." Beim Kochen ist ihm besonders eine gute Vorbereitung wichtig. Werkzeuge, Gewürze oder Zutaten werden zurechtgelegt und vorbereitet. "Das habe ich möglicherweise aus der Arbeitswelt in den privaten Raum übertragen", sagt er.