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| 17:42 Uhr

Glühwein-Saison
Zwischen „Lichterglanz“ und „Spreewaldweihnacht“

Der Dresdner Striezelmarkt  hat vom 28. November bis 24. Dezember geöffnet.
Der Dresdner Striezelmarkt  hat vom 28. November bis 24. Dezember geöffnet. FOTO: ZB / Monika Skolimowska
Potsdam/Dresden. In diesen Tagen beginnt wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte in Brandenburg und Sachsen.

Es beginnt wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte. In Potsdam eröffnet am Montag  der große Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ – nach Angaben der Stadt lockt er allein rund eine Million Besucher in die Innenstadt.

Dazu kommen kleine Spezialmärkte, etwa der Böhmische Weihnachtsmarkt, der an zwei Adventswochenenden stattfindet. Die Weihnachtsmärkte seien ein Wirtschaftsfaktor für die Landeshauptstadt und den Tourismus, sagt Potsdams Pressesprecher Markus Klier. Auch der Sprecher der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB), Patrick Kastner, betont: „Die Weihnachtsmärkte fördern den Tourismus im Land.“ Besonders Berliner und Besucher aus den Nachbarbundesländern nutzten die Gelegenheit, für den Weihnachtsmarktbesuch „mal raus zu fahren“.

Der Weihnachtsmarkt am Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg erlebt am ersten Adventswochenende seine zweite Auflage. Ein Alleinstellungsmerkmal für Brandenburg sei zudem die „Spreewaldweihnacht“ mit dem Kahn zwischen zwei Weihnachtsmärkten in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz), betont Kastner.

Neben dem großen Weihnachtsmarkt, der an diesem Montag mit dem traditionellen Stollenanschnitt eröffnet wird, bietet auch Cottbus Bewohnern und Besuchern wieder eine Reihe kleinerer Adventbasare. „Die Weihnachtsmärkte im Schlosspark Branitz und auf dem Klosterplatz haben ihre ganz eigenen Noten“, sagt Stadtsprecher Jan Gloßmann.

Wie in Cottbus spielen auch auf dem Adventsmarkt in dem Dorf Jabel (Ostprignitz-Ruppin) regionale Produkte eine wichtige Rolle. Nur ist er auf weniger als 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche wohl der kleinste Weihnachtsmarkt - zumindest in der Ostprignitz. Seit zehn Jahren lockt Gastwirtin Petra Puls so schon Gäste aus Nah und Fern in ihr kleines Ausflugslokal. „Das Besondere ist die Gemütlichkeit“, sagt sie. Traditionell finde der Markt an letzten Adventswochenende statt - dieses Jahr allerdings an einem Samstag.

Ob nun im Ausflugslokal, ganz große auf dem Marktplatz oder in der Kunsthandwerkstatt: Laut Kastner ist zu beobachten, dass sich in Sachen Weihnachtsmärkte im Land einiges tut. „Wir listen jedes Jahr über 200 solcher Märkte auf unserer Webseite“, sagt der TMB-Specher. In diesem Jahr seien es sogar 217 Veranstaltungen rund um die Adventszeit.

Eine wichtige Rolle spiele oft auch die Erreichbarkeit mit dem Zug. „Das macht die Frage, wer den Glühwein und wer den Kinderpunsch trinken darf, überflüssig“, sagt Kastner. So sei beispielsweise der Gänsemarkt in Angermünde (Uckermark) gut mit dem Regionalexpress 3 zu erreichen.

Auch in Sachsen nimmt das vorweihnachtliche Treiben Fahrt auf. „Die Weihnachtsmärkte sind vorbereitet, Plätzchen- und Stollenbäcker sind fleißig am Werk“, sagt Doreen Burgold vom Tourismusverband Erzgebirge. Alljährlich zieht es mehrere Millionen Menschen vor allem auf die großen Märkte wie in Dresden und Leipzig. Auch in diesem Jahr werden wieder Vorkehrungen gegen terroristische Anschläge getroffen, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Auf dem 584. Striezelmarkt in Dresden wird nach einem Gottesdienst am Mittwoch  Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die große Weihnachtspyramide anschieben, den Christstollen anschneiden und die Stücke an Besucher verteilen. Bis Weihnachten werden auf der Striezelmarktbühne und im Märchenhaus Geschichten erzählt, im Pflaumentoffel- und im Knusperhaus wird gebastelt, im Wichtelkino flimmern Filme über die Leinwand. In der Weihnachtsbäckerei backen Kinder Plätzchen. Besonderer Gast in diesem Jahr ist das Nürnberger Christkind. Es soll bei einer Stippvisite mit Oberbürgermeister und Stollenmädchen beim traditionellen Christbaumschmücken am 22. Dezember einen Weihnachtsbaum dekorieren. Im vergangenen Jahr kamen rund zwei Millionen Besucher zum Striezelmarkt.

Allein im Erzgebirge gibt es laut Tourismusverband etwa 50 Weihnachtsmärkte. Am 1. Dezember wird beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt in Annaberg-Buchholz die neue Wichtelstadt präsentiert.

Der Dresdner Striezelmarkt  hat vom 28. November bis 24. Dezember geöffnet.
Der Dresdner Striezelmarkt  hat vom 28. November bis 24. Dezember geöffnet. FOTO: ZB / Monika Skolimowska
(dpa)